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Richtkrone für Dresdner Petaflop-Supercomputer

Visualisierung des Komplexes. Nun ja: ein funktionaler Quader eben. Visualisierung: SIB, Repro: hw

Visualisierung des Dresdner Supercomputer-Komplexes. Visualisierung: ARGE Informatik, AG Zimmermann

60 Millionen Euro teurer Rechnerkomplex für TU

Dresden, 14. November 2013: Der 60 Millionen Euro teure Supercomputer-Komplex der Technischen Universität Dresden nimmt Formen an: Die Bauarbeiter und Auftraggeber feierten heute das Richtfest für den quaderförmigen „Hochleistungsrechner-/Speicherkomplex HRSK-II“ hinter der Informatik-Fakultät an der Nöthnitzer Straße. Im September 2014 soll das rund 45 Millionen Euro teure Gebäude fertig sein, dann beginnt die Installation des etwa 15 Millionen Euro teuren Petaflop-Supercomputers von Bull samt Speicherbänken.

Nach der Endabnahme soll der Rechner bis zu eine Billiarde Fließkomma-Rechnungen pro Sekunde bewältigen und wird unter Volllast etwa fünf Megawatt elektrische Leistung verbrauchen. Physiker, Materialwissenschaftler, Elektroniker, Genetiker und andere Forscher der TU und anderer Institute in Dresden wollen am HRSK-II neue Werkstoffe, Computerprogramme, Chips und dergleichen mehr entwickeln und simulieren. Außerdem bekommt das Universitätsklinikum in dem Gebäude einen eigenen Supercomputer – zum Beispiel für Bildauswertungen und Roboter-OPs – und steuert daher zirka sieben Million Euro zu den Investitionen bei.

So eine Bauaufgabe hat man nur einmal im Leben

„Eine Bauaufgabe wie diese, hat man wohl nur einmal im Leben auf dem Tisch“, schätzte Johann Gierl vom Finanzministerium. „Ein solches Gebäude ist keine Standardaufgabe. Sondern durch und durch ein Prototyp.“ Baustart war im Mai 2013. An den Kosten beteiligen sich Land, Uniklinik und – über das Exzellenzprogramm – der Bund. Mit dem Supercomputer-Komplex hat die TU gleichzeitig auch ihre bauliche Campus-Expansion gen Süden begonnen: Hinter der „Technologiemeile“ Nöthnitzer Straße sollen nach und nach „in zweiter Reihe“ weitere Forschungs-Gebäude entstehen, die durch ein neues Straßennetz erschlossen werden. Autor: Heiko Weckbrodt

2 Kommentare

  1. GourneyHalleck sagt

    Erbärmlich, dass in DER ostdeutschen AMD-Stadt auf Intel gesetzt wird. Naja, als Exzellenzuni hat man es vielleicht auch nicht nötig, sich nach Alternativen umzuschauen. Hauptsache Marke!

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