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NASA: Die meisten Sterne unserer Galaxis haben Planeten

Die künstlerische Visualisierung zeigt den neuentdeckten Exoplaneten Kepler 62f im Größenvergleuch zu unserer Erde (rechts). Visualisierung: NASA Ames/JPL-Caltech

Künstlerische Visualisierung des Exoplaneten Kepler 62f im Größenvergleuch zu unserer Erde (rechts). Visualisierung: NASA Ames/JPL-Caltech

„Kepler“ hat „neue Ära der Astronomie“ eingeläutet

Milchstraße, 5. November 2013: Die meisten Sterne unserer Galaxis haben mindestens einen Planeten. Das hat nun die US-Raumfahrtbehörde NASA nach statistischen Analysen der „Kepler“-Mission eingeschätzt. Bisher habe das „Kepler“-Weltraumteleskop 3538 Planetenkandidaten außerhalb unseres Sonnensystems aufgespürt, knapp jeder fünfte davon in einer ähnlichen Größe wie unsere Sonne. William Borucki vom Ames-Forschungszentrum der der NASA erklärte während einer Forschungskonferenz in Moffett Field in Kalifornien, die Kepler-Mission habe die Astronomie „in eine neue Ära“ geführt.

Auch Erden-„Zwillinge“ gefunden

Das Diagramm zeigt die Größenverteilung der von "Kepler" gefundenen Exoplaneten. Abb.: NASA

Das Diagramm zeigt die Größenverteilung der von „Kepler“ gefundenen Exoplaneten. Abb.: NASA

Die NASA hatte das Weltraumteleskop „Kepler“ im März 2009 ins All geschossen, um vor allem nach weit entfernten Planeten zu suchen. Dessen Funde gelten solange als „Kandidaten“, bis sie durch andere Methoden als Planeten bestätigt werden. Seitdem werten Hunderte Wissenschaftler in aller Welt die bisher gesammelten Daten aus und identifizierten dabei auch fünf erdähnliche Planeten, die ihre Sterne innerhalb der prinzipiell bewohnbaren Zone umkreisen – also in einem Orbit, in dem flüssiges Wasser als Grundbaustein des Lebens (im irdischen Sinne) möglich ist. Hinter der Mission steht insofern auch die Hoffnung, irgendwann einmal Kontakt zu Außerirdischen zu bekommen.

Mission inzwischen abgebrochen

Im August 2013 erklärte die NASA die Kepler-Mission für beendet, da inzwischen mehrere Teile am Teleskop technisch versagt haben, so dass die Präzision von „Kepler“ nicht mehr ausreicht, um nach Exoplaneten zu suchen. Allerdings ist mit Planeten-„Nachmeldungen“ zu rechnen, da bisher noch nicht alle Daten ausgewertet sind. Autor: Heiko Weckbrodt

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