Forschung, News, Wirtschaft
Schreibe einen Kommentar

Staat steckt vier Millionen in Organikleuchten-Forschung

Chic, aber teuer: Victory-OLED-Leuchte in rot. Abb.: Novaled

Chic, aber noch viel zu teuer: Victory-OLED-Leuchte in rot. Abb.: Novaled

Hoffnung auf Organikleuchten-Industrie für Europa

Dresden/Cambdridge, 4. Oktober 2013: Mit Dresden und Cambridge gibt es in Europa zwar führende Standorte für die Organikelektronik-Forschung. Die Erwartung, daraus eine florierende Organikbildschirm-Fertigung zu formen, ist jedoch weitgehend gescheitert: Da hat vor allem Südkorea die Nase vorn. Wirtschaftsförderer hoffen jedoch, die öffentlich subventionierten Forschungen nun zumindest in eine starke europäische Organik-Beleuchtungsindustrie ummünzen zu können. Um diese Ansätze zu forcieren, sollen nun durch ein mit vier Millionen Euro dotiertes Programm „ENAB-SPOLED“ unter der Konsortionalführung der Dresdner Firma „Novaled“ Leuchten aus „Organischen Leuchtdioden“ (OLEDs) verbessert und bis 2015 zur Marktreife gebracht werden.

Die Partner wollen dabei effizientere Leit- und Funktionsschichten, Leuchtentreiber und andere Kernkomponenten von OLED-Lampen effizienter und langlebiger machen. Verfolgt werden dabei sowohl Technologieansätze mit kurzen wie auch mit langen OLED-Molekülen.

OLED-Leuchten bisher noch sehr teuer

Jan Blochwitz-Nimoth. Abb.: Novaled

Jan Blochwitz-Nimoth. Abb.: Novaled

„OLED-Leuchten können nur erfolgreich sein, wenn Kostenreduzierung und Leistungsverbesserungen forciert werden“, betonte Novaled-Chefwissenschafler Jan Blochwitz-Nimoth. Organikleuchten werfen ein besonders angenehmes Licht und erlauben ungewöhnliche Designformen, sind bisher allerdings noch sehr teuer. Novaled zum Beispiel bietet in Kleinserien Karbon-OLED-Tischleuchten zu etwa 2000 Euro pro Stück an.

Konsortium unter Dresdner Führung

Finanziert wird das Projekt durch deutsche Bundesforschungsministerium, die Forschungsfördergesellschaft FFG aus Österreich und das britische „Technology Strategy Board“ (TSB). Beteiligt sind neben der – inzwischen zum südkoreanischen Samsung-Konzern gehörenden – Novaled außerdem der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel, dessen Dresdner Tochter Tridonic, das Potsdamer Fraunhofer-Institut für angewandte Polymerforschung, die Cambridge Display Technology Ltd und die britische Durham-Universität. Heiko Weckbrodt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.