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Faser-Leichtbau: Polymerinstitut IPF Dresden gründet Software-Firma

Der Wickelprozess für die Kohlefaser-Verbundbauteile. Foto: East-4D

Der Wickelprozess für die Kohlefaser-Verbundbauteile. Foto: East-4D

Dresden, 29. Juli 2013: Um den „Spritverbrauch“ von Flugzeugen und Autos zu senken, hat das Dresdner Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) ein Computerprogramm entwickelt, das Kohlenfasern so maßschneidert, dass extrem leichte und dennoch sehr feste Bauteile erzeugt werden können. Die Software stieß in der Industrie auf so starkes Interesse, dass das IPF dafür nun eigens eine Firma „Complex Fiber Structures GmbH“ (CFS) gegründet hat.

Programm richtet Fasern mit Blick auf Bauteil-Zukunft aus

Ausgangspunkt ist die am IPF entwickelte „Tailored Fiber Placement“-Technologie (TFP), die es speziellen Automaten erlaubt, mitteln Nylonfäden Kohlenstofffasern individuell nach den mechanischen Beanspruchungen auszurichten, die später im Praxiseinsatz auf das Leichtbauteil – zum Beispiel in der Atmosphäre – wirken. Dadurch ist die schnelle und serienmäßige Konstruktion besonders leichter und beanspruchbarer Werkstücke möglich.

Die nun gegründete CFS unter Leitung von Axel Spickenheuer und Dr. Lars Bittrich soll die dafür entworfene Steuerungs-Software „EDOpath“ jetzt zur Marktreife weiterentwickeln. Die Fadenlegeautomaten-Firma „Tajima“ will das Programm künftig weltweit vertreiben, um damit die Nachfrage für seine Anlagen zu erhöhen. Heiko Weckbrodt

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