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GVU schnappt Raukopiererin im Kino

Foto: GVU

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Piratenjäger bauten „forensische Markierungen“ in Filmkopien ein

Berlin/Mannheim, 26. Juli 2013: Mittels „forensischer Markierungen“ in Kinofilmen und einer gezielten Überwachungsaktion hat die „Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen“ (GVU) laut eigenen Angaben am Mittwoch eine Raubkopiererin in einem Mannheimer Kino auf frischer Tat ertappt. Die Frau wurde von der Polizei aus der Vorstellung geholt, vorläufig festgenommen, nach Mitternacht aber wieder entlassen.

Kamera speziell präpariert

Die Frau gehöre zu einer professionell agierenden Release-Gruppe, die in Filmtheatern neue Streifen heimlich abfilme und dann auf illegale Portale wie Kinox.to hochlade beziehungsweise dorthin verknüpfe, hieß es von der GVU. Die Täterin habe alle reflektierenden Teile ihrer HD-Kamera abgeklebt oder abgeschliffen, um im dunklen Kinosaal nicht aufzufallen. Allerdings sei sie von drei GVU-Mitarbeitern die ganze Zeit beobachtet worden.

Anscheinend absichtliche Kopierfehler in Filmen

Auf die Spur sei man der Gruppe durch spezielle Kennzeichnungen in Filmkopien gekommen, die „Abfilm“-Kinos identifizieren. Die GVU machte zwar keine näheren Angaben über diese Markierungen. Aber es ist wohl davon auszugehen, dass die Verleiher durch kleine Bild- oder Tonfehler leicht unterschiedliche Filmkopien an die Kinos ausliefern, die dann später – wenn die Kopie im Internet auftaucht – zuordenbar sind. Heiko Weckbrodt

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