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Halbleiter-Fabrik will Gas geben: Dresdner „Sempa“ zieht in USA Auftrag an Land

Neben den „Chip-Leuchttürmen“ agieren auch sächsische Infrastruktur-Betriebe international erfolgreich

Ein Sempa-Mitarbeiter justiert eine Reinraum-Anlage. Foto: Sempa

Ein Sempa-Mitarbeiter justiert eine Reinraum-Anlage. Foto: Sempa

Dresden/San Francisco, 22. Juli 2013: Auch die Hightech-Infrastrukturunternehmen, die sich in Dresden rund um die großen „Chip-Leuchttürme“ wie Infineon und Globalfoundries etabliert haben, agieren international zunehmend erfolgreich. So kehrt nun der Prozessgas-Spezialist „Sempa Systems“ mit einem Auftrag über eine Viertelmillion Dollar (190.000 Euro) von der Mikroelektronikmesse „Semicon West“ aus San Francisco zurück: Die Dresdner Firma soll für ein – ungenanntes – „führendes amerikanisches Halbleiterunternehmen“ spezielle Gas-Versorgungsysteme liefern, wie die Wirtschaftsförderung Sachsen heute mitteilte.

Wirtschaftsförderung: Starke Position Sachsens

„Der Vertragsabschluss der Sempa Systems GmbH zeigt einmal mehr, dass sich die Innovationskraft und das exzellente Know-how am Standort Sachsen auszahlen und zum globalen Erfolg führen“, schätzte WFS-Geschäftsführer Peter Nothnagel ein. „Mit diesem deutlichen Zeichen für den Wirtschaftsstandort Sachsen unterstreichen die Unternehmen aus dem Freistaat ihre starke Positionierung im internationalen Wettbewerb.“

Sempa im Kurzporträt

Sempa-Gründer Kurt Pietzsch. Foto: Sempa

Sempa-Gründer Kurt Pietzsch. Foto: Sempa

Sempa wurde im Mai 2001 von dem Physiker Kurt Pietsch gegründet und ist auf Filtersysteme, Eich- und Steuerungsanlagen vor allem für technische Gase in Mikroelektronik- und LED-Fabriken spezialisiert. Die in Dresden-Klotzsche – nahe den Elektronikunternehmen X-Fab und ZMD – ansässige Firma realisiert laut eigenen Angaben Jahresumsätze um die zehn bis zwölf Millionen Euro und beschäftigt etwa 60 Mitarbeiter. Etwa 20 Prozent der Leistungen werden im Export realisiert.

Andere Beispiele für international erfolgreiche Halbleiter-Infrastrukturbetriebe, die sich im Mikroelektronik-Standort mit den „Großen“ gewachsen sind, sind etwa die DAS (Abgasreinigungs-Systeme für Reinräume), Ortner und HAP (Automatisierungssysteme für Chipfabriken) oder Azzurro (galliumbeschichtete Wafer für LED-Industrie). Heiko Weckbrodt

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