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Ideenwettbewerb: Dresdner Öko-Knopf für Internethandel auf Platz 1

Abb.: Deutsche Bahn

Abb.: Deutsche Bahn

Dresden, 20. Juli 2013: Um Kraftstoffe, Energie und andere Ressourcen zu sparen, hat der Dresdner TU-Forscher Matthias Schmidt einen Öko-Knopf für den Internet-Versandhandel erdacht: Wird beim Waren-Kauf im Netz die Option „Warten für das Klima“ wählt, nimmt zwar einen etwas langsameren Versand in Kauf, weist den Versender damit aber an, Paketströme zu bündeln und ressourcenschonende Transportsysteme wie etwa Elektro-Fahrzeuge oder – bei längeren Strecken – die Eisenbahn zu verwenden. Im Innovations-Wettbewerb „Moving Ideas“ der Deutschen Bahn hat der Verkehrswirt damit den 1. Platz belegt, wie die Technische Universität Dresden mitteilte.

Mathias Schmidt. Foto. privat

Mathias Schmidt. Foto. privat

„Meisten ist gar nicht bewusst, welchen Verkehr sie auslösen“

„Es hat mich schon lange geärgert, dass man heute Bestellungen zwar durch Express-Versand beschleunigen kann, aber nicht den umgedrehten Weg wählen, um die Umwelt zu schonen“, erklärte Schmidt den Auslöser für sein Projekt. „Den meisten Kunden dürfte gar nicht bewusst sein, welchen Verkehr sie durch ihre Bestellung auslösen.“

Noch stehe kein konkretes „Produkt“ hinter der Idee, räumte Schmidt auf Anfrage ein. „Ich will das aber zu einem marktfähigen Konzept weiterentwickeln.“ Die Forschungsschwerpunkte des 27-jährigen wissenschaftlichen Mitarbeiters an der „Professur für Bahnverkehr, öffentlicher Stadt- und Regionalverkehr“ an der TU Dresden sind moderne Transportsysteme und ein attraktiver Eisenbahnbetrieb. Hinter seinem Konzept stehe „die Idee, im Onlineversandhandel eine neue, klimafreundlichere Lieferoption für den Kunden zu etablieren“, hieß es von der TU. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Heiko Weckbrodt

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