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Kinder-Adventure „Night of the Rabbit“: Jung-Jerry rettet den Mäusewald

Jerry wird in eine magische Parallelwelt geschleudert und wird dort zum Zauberer ausgebildet. Abb.: Daedalic

Jerry wird in eine magische Parallelwelt geschleudert und wird dort zum Zauberer ausgebildet. Abb.: Daedalic

Edna-Macher senden uns in magische Märchenwelt

Zwei Tage hat Jerry Haselnuss noch Ferien, dann beginnt die Schule. Lieber als Mathe würde er aber Zauberei erlernen. Bei einer Erkundungstour im Wald bietet sich ihm die Chance: Ein sprechender Hase mit roten Augen lädt ihn in eine magische Parallelwelt ein, in der Jerry einer Baumstadt voll plappernder Mäuse, Hasen und Eulen gegen heimtückische Krähenangriffe beistehen muss, er ganz nebenbei das Zauberhandwerk lernt – und „The Night of the Rabbit“ (Die Nacht des Hasen) beginnt…

Das gleichnamige Adventure für den PC stammt aus der selben deutschen Qualitäts-Spieleschmiede wie die Erfolgsabenteuer „Edna bricht aus“ und „Chaos auf Deponia“ und das sichert, dass Rätselfreunde – in diesem Fall vor allem jüngere – auf ihre Kosten kommen: Da sind Portalzauber-Zutaten zu finden und in der richtigen Reihenfolge zu mischen, Krähen durch „Um-die-Ecke“-Tricks zu verjagen, verwöhnte Brückentrolle durch die richtige Bestechung zu besänftigen und vielerlei Knobelein mehr. Und die sind auch nicht übermäßig schwer zu lösen, was die Hasennacht auch schon für Grundschüler knackbar macht, jedoch Adventure-Profis nicht übermäßig herausfordert – das ist eben immer wieder ein Spagat.

Weniger Ironie, mehr Märchen

Allerdings fehlt der „Night of the Rabbit“ etwas der Pfiff und die Ironie von „Edna“ & Co. Daedalic zielt mit seinem neuesten Spiel offensichtlich weniger auf Erwachsene, mehr auf Kinder, wofür auch die nicht allzu hohe Rätseltiefe und das diesmal eher knuffige als bizarre Design sprechen.

Werbevideo (Daedalic):

Analoger Kopierschutz

Eine nette Besonderheit in der Spieltechnik ist Jerry magisches Auge, das ihn Kobolde und versteckte Spuren finden lässt, die andere nicht sehen – das erinnert ein wenig an das jüngste Remake der „Giana Sisters“, wenn auch hier nicht so konsequent umgesetzt. Das besagte rote Magierauge ist der Spielverpackung übrigens auch in analoger Papierform beigelegt: Daedalic setzt damit seine Tradition fort, auf technische Kopierschutzmaßnahmen zu verzichten, sondern dafür – ähnlich wie manche Adventure-Klassiker – (teils etwas mühselige) Suchbilder in der Spielanleitung einzusetzen. Der „Limitierten Auflage“ sind zudem eine CD mit der episch orchestrierten Spielemusik und eine Hörbuch-CD mit Kurzgeschichten aus dem Mäusewald beigelegt.

Klein-Ursula bringt alles durcheinander. Abb.: Daedalic

Klein-Ursula bringt alles durcheinander. Abb.: Daedalic

Fazit:

Ein zauber- und märchenhaftes Adventure von Daedalic, das in Geschichte und Machart eher auf Kinder als Erwachsene zielt. Nett, fortgeschrittene Adventure-Haie mögen es allerdings für etwas langatmig halten. Heiko Weckbrodt

The Night of the Rabbit“ (Daedalic), Adventure für PC und Mac, USK 0, 30 Euro (Download-Version 23 Euro)

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