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„Rapoo 8900P“ im Test: Chic, aber nicht ausgereift

Die Rapoo-Kombi 8900P aus Tastatur und Maus verbindet sich über das 5-GHz-Band mit dem Rechner. Foto: Rapoo

Die Rapoo-Kombi 8900P aus Tastatur und Maus verbindet sich über das 5-GHz-Band mit dem Rechner. Foto: Rapoo

Chinesische Firma will mit eigenen Tastaturen und Mäusen in Europa Fuß fassen

Fertigte „Rapoo“ bisher vor allem Tastaturen, Mäuse und anderes Computer-Zubehör in Auftragsarbeit für andere Markenanbieter, präsentiert sich der chinesische Hersteller nun auch mit einer eigenen Produktpalette auf den europäischen Märkten. Dazu gehört unter anderem das schwarze Tastatur- und Maus-Paket „8900P“, das wir unter die Lupe genommen haben. Im Test hinterließen beide Geräte einen durchwachsenen Eindruck.

Chic sieht die auf dem 5-Gigahertz-Band mit dem PC drahtlos verknüpfte Rapoo-Tastatur auf jeden Fall aus: Gerade mal vier Millimeter dünn, in gebürsteter Metallic-Optik und mit Tasten, die zu leuchten beginnen, wenn sich eine Hand nähert, ist das Keybord ein Hingucker. Das wulstige Batteriefach hinten dient gleichzeitig als Anschrägstütze.

Zu viele Anschlagfehler

Der Tastenanschlag indes macht nur anfangs einen guten Eindruck. Wie bei vielen versiegelten Flachtastaturen leider gang und gäbe, reagieren die Tasten bei hohem Schreibtempo nicht zuverlässig genug. Wir haben das Keyboard eine Zeit lang im harten Redaktionsalltag erprobt – doch dann wieder wegen der zahlreichen Anschlagfehler relativ rasch wieder zur Seite gelegt.

Die mitgelieferte Maus ist der gehobenen Mittelklasse zuzuordnen: Ebenfalls per 5-GHz-Funkverbindung gekoppelt, tastet sie Oberflächen mit bis zu 1600 dpi ab und ist ergonomisch geformt. Für eine Spitzenmaus ist sie allerdings dann doch nicht reaktionsfreudig genug, zudem liegt sie etwas rutschig in der Hand. Zudem machen die Mikrotaster für die Seitenknöpfe Geräusche, die nichts Gutes für ihre Langzeithaltbarkeit argwöhnen lassen.

Fazit:

Die Chinesen zeigen hier Instinkt für gutes Design. Beide Geräte haben sicher Potenzial, bedürfen allerdings einer Überarbeitung, bevor sie Vielnutzern und Spielern zu empfehlen sind – vor allem die Tastatur produziert einfach zu viele Anschlagfehler. Heiko Weckbrodt

„Rapoo Combo 8900P“ (Rapoo), Kombi aus drahtloser Flachtastatur und Maus, ca. 70 Euro
 

Stichwort „Rapoo“

Abb.: Rapoo

Abb.: Rapoo

Das chinesische Unternehmen wurde 2002 gegründet und beschäftigt heute rund 3000 Mitarbeiter. Es produziert in hochautomatisierter Fertigung unter anderem als Foundry Computerperipherie-Geräte für Logitech und Microsoft, unterhält aber auch eine eigene 120-köpfige Entwicklungsabteilung, die unter anderem eigene Produkte konzipiert. Als technologischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz sieht das Unternehmen vor allem seine 5-GHz-Drahtlos-Technologie, die andere elektronische Geräte weniger störe als die oft verwendete 2,4-GHz-Verbindung.  Derzeit hält Rapoo laut eigenen Angaben im Reich der Mitte einen Marktanteil von 42 Prozent in seinem Segment. hw

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