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Airbus-Zulieferer AOA erweitert in Dresden

Im Airbus 350 XWB stecken Kohlefaser-Kegel aus Dresden. Foto: Airbus

AOA Dresden test u.a. die Wassersysteme für den Airbus 350 XWB. Foto: Airbus

19 Millionen Euro teurer Neubau für bis zu 150 neue Jobs

Um der wachsenden Nachfrage aus der Flugzeugindustrie gerecht zu werden, hat der Wassersystem- und Klimatechnik-Zulieferer „AOA Apparatebau“ seinen Dresdner Standort für 19 Millionen Euro ausgebaut. In der kommenden Woche will das Unternehmen den Komplex an der Straße „Zum Windkanal“ im Dresdner Norden offiziell in Betrieb nehmen.

Die beiden Neubauten schaffen zusätzliche Montage-, Büro- und Forschungskapazitäten und bieten Platz für zirka 150 weitere Mitarbeiter, teilte AOA mit. Insgesamt hat das Unternehmen mit Hauptsitz in Gauting bei München derzeit 440 Beschäftigte, darunter 170 in Dresden. Damit habe sich die Mitarbeiterzahl in der sächsischen Landeshauptstadt binnen weniger Jahre verdoppelt, sagte eine Unternehmenssprecherin.

„Wir haben uns ganz bewusst für die Erweiterung in Dresden entschieden“, betonte Ko-Geschäftsführer Dieter Faust ein Jahr nach der Grundsteinlegung. „Günstige Arbeitsmarktbedingungen, eine hohe Dichte an Fachkräften und die renommierten universitären Einrichtungen sind gute Voraussetzungen für das Wachstum unseres Unternehmens. Die politische Unterstützung am Luftfahrtstandort Dresden und die Fördermöglichkeiten durch EU, Bund und Land Sachsen stellen weitere attraktive Standortfaktoren dar.“

Testaufbauten für den Airbus 350XWB

AOA Apparatebau Gauting ging laut Firmenangaben 1955 aus den 1946 gegründeten Askania-Werken München hervor. Ursprünglich fertigte sie Kontrollinstrumente für Cockpits. Heute ist sie auf Wasser- und Abwassersysteme, Klimatechnik, Sensoren und weitere Komponenten für Flugzeuge spezialisiert. Zu den Kunden gehören unter anderem Airbus und Boeing. In Dresden entwickelt und fertigt AOA einen Teil seiner Produkte und testet deren Einsatz praxisnah. Dafür entstanden am Standort „Zum Windkanal“ unter anderem Versuchsaufbauten in Flugzeuggröße, zum Beispiel für die Wasser- und Abwassersysteme im Airbus A350XWB.

Im vergangenen Jahr realisierte das Gesamtunternehmen etwa 75 Millionen Euro Umsatz, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Wachstumstreiber waren unter anderem Projekte für die Airbus-Flugzeuge A 320, A 330 und A 380. Zu den neueren Aufträgen gehören Zulieferungen für den A 350, die Boeing 747 und Bombardier-Privatjets. Bis zum Jahr 2020 rechnet AOA mit einem weiteren Umsatzwachstum um 70 Prozent. Heiko Weckbrodt

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