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GVU entrüstet über neue Kinderporno-Version des „GVU-Trojaners“

Bundestrojaner - ist er nun echt oder nicht? Abb.: Bobzin/ Wikipedia

Abb.: Bobzin/ Wikipedia, GNU-Lizenz

Berlin, 2. Februar 2013: Als „ungeheure Skrupellosigkeit“ hat die „Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen“ (GVU) die neueste Variante des „GVU-Trojaners“ gegeißelt, die mit Kinderpornos arbeitet. Den Kriminellen, die den Erpresser-Virus in Umlauf brachten, sei „offenbar jedes Mittel recht“, heißt es in einer Mitteilung der Gesellschaft.

Der sogenannte „GVU-Trojaner“ (auch BKA-Trojaner genannt) ist in Deutschland seit einem knappen Jahr in verschiedenen Versionen aktiv. Seine Herkunft wird in Osteuropa vermutet. Er verbreitet sich anscheinend vor allem durch den Besuch speziell präparierte Internetseiten. Danach ist ein Zugriff auf den PC meist nicht mehr möglich. Statt dessen erscheint ein Fenster, das fälschlicherweise GVU oder das Bundeskriminalamt (BKA) als Absender angibt und wegen angeblicher Gesetzesverletzungen Strafzahlungen verlangt, bevor der Rechner wieder entsperrt werde.

In der neusten Version spielen die Kriminellen nun auch noch ein kinderpornografisches Foto eines Mädchens ein und werfen dem PC-Nutzer Kinderporno-Besitz vor. Tatsächlich sind weder BKA noch GVU Absender dieser Erpresser-Software, wie sie selbst betonen. Das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik“ (BSI) warnt auch dringend davor, zu geforderten Betrag (meist 100 Euro per Ukash) zu zahlen – es sei bisher kein Fall bekannt, in dem der PC danach von den Kriminellen entsperrt wurde.

„Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die Sicherung der in der Ransomware enthaltenen jugendpornografischen Darstellung eine Besitzverschaffung bzw. einen strafbaren Besitz von Jugendpornografie darstellt“, betonten BSI und BSI. Heiko Weckbrodt

Tipps bei Infektionen sind u. a. hier zu finden

1 Kommentare

  1. Max Schmidt sagt

    Ich sehe die Situation so, dass die aktuelle Variante des Kipo-Trojaners noch harmlos ist, und das Ganze noch viel schlimmer werden könnte,

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