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Wirtschaftsminister: Bosch-Ansiedlung in Dresden ist Erfolg neuer Werbestrategie

Sven Morlok. Abb.: sachsen.de

Sven Morlok. Abb.: sachsen.de

Dresden, 15. Januar 2013: Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) hat die Entscheidung von Bosch, in Dresden ein neues Chip-Entwicklungszentrum zu etablieren, auf eine neue Strategie staatlicher Standortwerbung zurückgeführt. „Sachsen ist inzwischen ein so attraktiver Standort, dass wir neben breit gestreuten Werbemaßnahmen gezielt Unternehmen ansprechen und dort mit unseren Vorteilen werben können“, erklärte Morlok.

Im konkreten Fall habe Wirtschafts-Staatssekretär Hartmut Fiedler gezielt mit Bosch verhandelt. Danach sei es zu mehreren Delegationsbesuchen gekommen. Auch auf der „Semicon Europa“ im Oktober 2012 hätten Wirtschaftsförderer des Landes und der Kommune noch einmal die Werbetrommel für Ansiedlung gerührt. Vor allem die dichte Forschungslandschaft in und um Dresden war dabei ein zentrales Argument.

Wie neu dieser Ansatz ist, darüber kann man indes streiten: Die Milliarden-Investitionen von Siemens, Infineon, AMD und anderen international operierenden Higtech-Konzernen in Dresden in den 1990er Jahren gingen seinerzeit auch auf gezielte Unternehmensanwerbung – insbesondere des Kabinetts Kurt Biedenkopf und Kajo Schommer (beide CDU) – in München, Texas et cetera zurück. Unter den späteren Kabinetten Milbradt und Tillich, die anscheinend keine solch internationale und gezielte Investorensuche betrieben, war es dann zwar zu Folgeinvestitionen gekommen, kaum aber zu neuen Großansiedlungen. Heiko Weckbrodt

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