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„Industrie 4.0“: Internet ist Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts

Sind alle Maschinen und Werkstücke in einer Fabrik mit Funkchips bzw. Lesegeräten ausgestattet, können sie sich zu "Cyber Physical Systems" zusammenschließen und die Poduktionsprozesse teils selbst regulieren. Foto: Silicon Saxony

Sind alle Maschinen und Werkstücke in einer Fabrik mit Funkchips bzw. Lesegeräten ausgestattet, können sie sich zu „Cyber Physical Systems“ zusammenschließen und die Poduktionsprozesse teils selbst regulieren. Foto: Silicon Saxony

Berlin, 10. Januar 2013: Der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ sieht eine „vierte industrielle Revolution“ im Gange, in der sich der Technologiestandort Deutschland behaupten müsse. „Das Internet ist die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts: So wie die Dampfmaschine im 18. Jahrhundert die erste industrielle Revolution einleitete, so ist das Internet der Impulsgeber der vierten industriellen Revolution, der Industrie 4.0“, erklärte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Dass das Internet die Geschäftsprozesse bereits längst verändert hat und dies wohl auch weiter tut, ist an für sich zwar keine Erkenntnis. Aber hinzu kommen weitere Phänomene, auf die die Wirtschaft Antworten finden muss. Dazu gehören kürzere Innovationszyklen, mehr individuelle Fertigungsserien statt Massenproduktion und das Zusammenwachsen von Heimelektronik, PC-Technik, Telekommunikation und Optoelektronik – und zwar längst nicht mehr nur in der Konsumgüterindustrie, sondern auch im Maschinenbau, in der Automobilindustrie und anderen Segmenten.

Wertschöpfungs-Netze statt -Ketten

Außerdem wandeln sich Wertschöpfungsketten zu Wertschöpfungsnetzen, wie es vom Bitkom heißt. In diesem Zusammenhang schätzte Prof. Henning Kagermann, Präsident von acatech und der Akademie der Technikwissenschaften, ein: „Das Internet der Dinge, Dienste und Daten wird zur prägenden Infrastruktur für die nächste industrielle Revolution.“

Der „Bitkom“ hat deshalb nun einen neuen Kompetenzbereich „Industrie 4.0“ in seinem Verband gegründet, der sich unter anderem mit neuen Marktstrategien und mit Schnittstellen zwischen Fabrik-IT und Büro-IT beschäftigt. Auch der erst jüngst gegründete Arbeitskreis „Cyber-Physical Systems“ ist an Bord. Heiko Weckbrodt

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