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Neue „GVU-Trojaner“-Welle geht angeblich von illegalen Film-Portalen aus

Bundestrojaner - ist er nun echt oder nicht? Abb.: Bobzin/ Wikipedia

Abb.: Bobzin/ Wikipedia, GNU-Lizenz

Berlin, 22. Dezember 2012: Es ist fast schon zu passend, um Zufall zu sein: Der sogenannte „GVU-Trojaner“ treibt wieder sein erpresserisches Unwesen und sperrt Computer – angeblich im Namen der „Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen“ (GVU). Das Pikante daran: Die jüngste Infektionswelle wird ausgerechnet beim Besuch solcher illegaler Streaming-Filmportale wie „KinoX“ und „Movie2k“ ausgelöst, wie die GVU meldet. Heimlich mag sich da mancher GVU-Manager hinter verschlossenen Türen freudig die Hände reiben, kann man nur mutmaßen. Offiziell freilich betont die GVU, zu solchen Mitteln greife sie nicht sondern setze auf Aufklärung.

Der sogenannte „GVU-Trojaner“ und seine diversen Abarten wurden mutmaßlich von osteuropäischen Internet-Erpressern in Umlauf gebracht. Er sperrt infizierte PCs oft so nachhaltig, dass er mit Bordmitteln nicht beseitigt werden kann. Die unbekannten Erpresser fordern meist eine Zahlung um die 100 Euro auf ein Ukash-Konto, um den Rechner zu entsperren. Allerdings ist bisher kein Fall bekannt geworden, in dem die Zahlung tatsächlich zum Erfolg geführt hat.

Die GVU und das „Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) raten Betroffenen vielmehr dazu, die Polizei zu informieren. Außerdem hat das Trojaner-Bord Seiten mit Tipps für eine Entseuchung der PCs ins Netz gestellt (Der Oiger berichtete). Heiko Weckbrodt

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