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Mit 100 Gigabit durch den Nebel: DARPA will Datenfunk-Alternative zu Glasfaser

Abb.: DARPA

Abb.: DARPA

Arlington, 15. Dezember 2012: Weil in einer Hightech-fixierten Streitmacht wie der amerikanischen schnelle Datenverbindungen auf dem Schlachtfeld immer wichtiger werden, Glasfaserkabel aber nicht unbedingt in den afghanischen Bergen oder der irakischen Wüste anliegen, will die „DARPA“ einen neuen drahtlosen Datenfunk entwickeln, der ultraschnell selbst durch Nebel und Wolken sendet. Das kündigte die US-Verteidigungsforschungsagentur mit Sitz in Arlington (Virginia) jetzt an. Ziel ist eine stabile Übertragungsgeschwindigkeit von 100 Gigabit je Sekunde, also etwa 1000 Mal so leistungsstark wie die schnellsten kommerziellen LTE-Datenfunkverbindungen.

Das „100G-„Forschungsprogramm soll eine kabelunabhängige Alternative zu Glasfaser-Datenleitungen eröffnen und Reichweiten von über 100 Kilometern haben. Die DARPA fasst eine Modulation im Millimeter-Wellenbereich ins Auge. Als eine der größten Herausforderungen bezeichnete DARPA-Programmmanager Dick Ridgway die Durchdringung dicker Wolken- und Nebelschichten, da „100G“ insbesondere auch von Kampfflugzeugen genutzt werden soll. Sollte die Entwicklung von Erfolg gekrönt sein, könnte sie allerdings auch den zivilen mobilen Internetverkehr revolutionieren. Heiko Weckbrodt

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