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Dresdner Globalfoundries-Chef übernimmt Aufsicht in New York

Rutger Wijburg. Abb.: GF

Rutger Wijburg. Abb.: GF

Dresden/New York, 29. November 2012: Die neue Fabrik 8 von Globalfoundries (GF) in Malta bei New York bekommt einen Dresdner Aufseher: Die Konzernführung hat dem Dresdner GF-Chef Rutger Wijburg heute zusätzlich die Verantwortung über das US-Werk übertragen. Wijburg hat damit nun den Hut für die gesamte Highend-Fertigung bei GF auf.

„Ich freue mich sehr über diese neue Aufgabe. Diese Entwicklung zeigt, dass Dresden mit seinem führenden Technologie Know-How eine wichtige Leitfunktion innerhalb von Globalfoundries hat“, sagte Rutger Wijburg.

Sachsens Forschungsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) gratulierte dem Wahl-Dresdner zu seinen neuen Aufgaben. „Dies ist ein Beleg für seine erfolgreiche Arbeit, die er am Mikroelektronikstandort Dresden geleistet hat. Und es zeigt auch, welche wichtige Funktion der Standort Dresden als führende Fab innerhalb Globalfoundries hat.“ Schorlemer verwies auf die hohe Aufmerksamkeit, die der Hightech-Standort Dresden auch bei der EU genieße: In der kommenden Woche werde sich die EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn in Dresden „persönlich ein Bild von den sächsischen Technologieerfolgen machen“.

Know-How-Transfer von Dresden gen USA erhofft

Die GF-Chefetage hofft offensichtlich, dass der erfahrene Wijburg für einen gewissen Know-How-Zufluss von Dresden nach New York sorgt und das Hochfahren der US-Fabrik beschleunigt. Der gebürtige Niederländer hatte im August 2011 den Chefposten im Dresdner GF-Werk übernommen und zuvor bei NXP und anderen Mikroelektronik-Firmen leitende Positionen inne gehabt.

Wijburg werde weiter in Dresden wohnen und hier auch Geschäftsführer sein, zusätzlich aber die Fabrik in Malta koordinieren, erklärte GF-Sprecherin Karin Raths. Wijburg werde daher seine Arbeitszeit zwischen beiden Standorten aufteilen.

Die Dresdner GF-Fabrik 1 beschäftigt derzeit rund 3500 feste Mitarbeiter und rund 350 Leiharbeiter. Derzeit wird sie auf eine Kapazität von 80.000 Siliziumscheiben pro Monat ausgebaut. Das Werk wird momentan auf die Chipgeneration „28 Nanometer“ aufgerüstet – mit der Einführung liege man auch im Zeitplan, betonte Raths. Die Fabrik 8 bei New York ist das neueste Werk von GF, kostet rund 6,9 Milliarden Euro, befindet sich noch in der Einlaufphase („Ramping“) für 14-Nanometer-Chips und soll künftig 1800 Mitarbeiter beschäftigen. Heiko Weckbrodt

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