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Solarwatt verkauft 2013 Solarstromspeicher für Eigenheime

Über den Energiemanager sollen Eigenheimbesitzer ihre Haushaltsgeräte auch mit Tablettrechnern fernsteuern können. Abb.: Solarwatt

Über den Energiemanager sollen Eigenheimbesitzer ihre Haushaltsgeräte auch mit Tablettrechnern fernsteuern können. Abb.: Solarwatt

Dresden, 21. November 2012: Nach der Beinahe-Insolenz und dem Neustart unter neuer Führung profiliert sich die angeschlagene Dresdner „Solarwatt AG“ zum Systemanbieter: Auf dem Weg zu energieautarken Eigenheimen will der Photovoltaikmodul-Hersteller ab der ersten Jahreshälfte 2013 Häusle-Bauern Komplettsysteme verkaufen, die Solarmodule auf dem Dach, intelligente Manager für die Haushaltsgeräte und einen hauseigenen Energiespeicher auf Basis von Lithiumeisenphosphat-Akkus integrieren, wie das Unternehmen mitteilte. Mit diesen Kombis unter der Marke „Solarwatt Energy Solution“ sollen Eigenheimbesitzer bis zu 80 Prozent ihres Energiebedarfs selbst decken können.

Kühlschrank und Klima-Anlage per Computertelefon fernsteuerbar

Als ersten Schritt hat Solarwatt jetzt ein Starterkit aus seinen Photovoltaik-Modulen, einem Energie-Manager und einem elektronischen Energie-Portal vorgestellt. Verfügt der Haushalt über steuerbare Elektrogeräte, können die Nutzer mit diesen App-basierten Programmen den Stromverbrauch daheim „sekundengenau“ analysieren und optimieren. „So können zum Beispiel Wärmepumpen, Klimaanlagen und steuerbare Haushaltsgeräte automatisch oder manuell von unterwegs aus gestartet werden, sobald die Solaranlage ausreichend Strom für die Anwendung produziert“, heißt es von Solarwatt.

Das Unternehmen war im Zuge der Solarkrise in diesem Jahr in die Verlustzone gerutscht und hatte im Juni 2012 dem Insolvenzgericht die Überschuldung gemeldet. Das Unternehmen entließ ein Viertel der Belegschaft, wechselte die Führungsspitze aus und wurde schließlich von BMW-Milliardär Stefan Quandt übernommen. Um gegen die chinesische Konkurrenz zu bestehen, will Solarwatt künftig nicht mehr nur als purer Solarmodul-Hersteller, sondern als Komplettsystemanbieter am Markt agieren. Heiko Weckbrodt

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