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Taiwans Chipschmiede TSMC steigert Gewinn

Abb.: TSMC

Abb.: TSMC

Taipeh, 25. Oktober 2012: Beim weltweit größten Chip-Auftragsfertiger („Foundry“) TSMC in Taiwan brummt das Geschäft entgegen den Erwartungen auf Hochtouren: Im vergangenen Quartal erwirtschaftete TSMC mit Auftrags-Halbleitern für Kunden insgesamt rund 141 Milliarden neue Taiwan-Dollar (3,7 Milliarden Euro). Das entspricht einer Steigerung um 10,4 Prozent zum vorigen Quartal und sogar um 32,8 Prozent zum Vorjahresquartal, wie das Unternehmen heute mitteilte. Der Gewinn wuchs im Vergleich zum Vorjahr sogar um 62,1 Prozent auf 49,3 Milliarden Taiwan-Dollar (1,3 Milliarden Euro). Ursprünglich hatten die Taiwanesen wegen der Euro-Krise, der US-Haushaltskrise und der abflauenden Weltkonjunktur mit einem verhaltenen Geschäftsverlauf in der zweiten Jahreshälfte 2012 gerechnet.

Getrieben wurde die Nachfrage vor allem vom weltweiten Boom der Computertelefone (Smartphones) und Tablettrechner. Starke Impulse kamen aber auch von Kunden aus der allgemeinen Industrie und der Kommunikationssparte.

Bemerkbar machte sich umgekehrt auch der verstärkte Investionskurs des Unternehmens selbst, das mehrere Milliarden in neue Technologie und Kapazitätserweiterungen pumpte. Dadurch konnte TSMC die Kundennachfrage besser bedienen als noch vor ein paar Monaten, als zum Beispiel Grafikchip-Schmieden wie Nvidia über Engpässe in den kleinsten Strukturbreiten klagten. Inzwischen machen 28-Nanometer-Chips bereits 13 Prozent des Absatzes aus. Ähnliche Technologien haben nur wenige große Unternehmen Intel, Samsung und der zweitgrößte Auftragsfertiger „Globalfoundries“ verfügbar. Heiko Weckbrodt

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