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eBuch-Sperre aufgehoben: Jussi Adler-Olsen macht Kehrtwende

Jussi Adler-Olsen. Abb.: P. Jorgensen, dtv

Jussi Adler-Olsen. Abb.: P. Jorgensen, dtv

München/Kopenhagen, 24. September 2012: Dänemarks Starautor Jussi Adler-Olsen hat nach heftiger Kritik aus der Leserschaft die eBuch-Sperre für seinen neuen Krimi „Verachtung“ aufgehoben. „Das für März 2013 geplante eBook zu „Verachtung“ wird bereits in den nächsten Tagen erscheinen“, kündigte sein deutscher Verlag dtv an. „Jussi Adler-Olsen hat sich die vielen Kommentare seiner Leser zu Herzen genommen und sich für einen früheren Erscheinungstermin entschieden.“

Adler-Olsen wollte die eBuch-Ausgabe ursprünglich erst ein halbes Jahr nach der Druckausgabe freigeben, damit „Buchhändler, Drucker und alle, die am Verkauf des gedruckten Buches teilhaben, am Erfolg auch ökonomisch partizipieren“, wie der dtv auf Oiger-Anfrage mitgeteilt hatte (Wir berichteten) – kurz gesagt: um Raubkopien zu unterbinden.

Dies ist freilich gründlich misslungen: Kaum eine Woche nach dem Erscheinungstag der Print-Ausgabe kursierten im Netz die ersten Raubkopien, die durch Einscannen des Buches zu Stande gekommen waren. Außerdem regten sich auch viele Leser auf, die für eine legale eBook-Ausgabe zu zahlen bereit gewesen wären. Der Verlag hatte dies wahrscheinlich vorausgesehen – der dtv war offensichtlich wenig glücklich über Adler-Olsens eBuch-Sperre gewesen.

Inzwischen ist das nun freigegebene eBuch auf Amazon, bei Thalia und anderen Buchhandels-Plattformen für 16 Euro zum sofortigen Download verfügbar. Heiko Weckbrodt

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