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Trend: Digitalkameras vernetzen sich

Abb.: Bitkom

Berlin, 13. September 2012: Auf den deutschen Kamera-Markt drängen immer mehr vernetzte Modelle mit Internetzugang, die entweder WLAN-Module oder Handy-Datenfunktechnik gleich an Bord haben. Das schätzt der Hightech-Verband „Bitkom“ in Berlin ein. „Kameras mit eingebautem WLAN drehen das Prinzip von Fotohandys um“, meint Bitkom-Technikexperte Michael Schidlack. „Sie schießen Top-Fotos und bieten zusätzlich Basisfunktionen zur Kommunikation.“

Sicher wird man abwarten müssen, ob sich dieser Trend auch tatsächlich breit durchsetzt: Derzeit werden in der Bundesrepublik auch immer mehr „Smart-TVs“ verkauft – aber laut Umfragen nutzen bisher nur wenige Deutsche die Internetverbindungen solcher Fernsehgeräte (Der Oiger berichtete).

Über 7 Millionen Deutsche laden ihre Fotos „in die Cloud“

Dabei haben vernetzte Digital-Kameras durchaus Chancen, denn sie fügen sich in einen generellen Trend in der Branche ein: Hobby- und Profi-Fotografen nutzen nämlich zunehmend Online-Dienstleister, um ihre Fotos per Internet-Upload zum Ausdruck zu senden, statt sie in Präsenzfilialen zu bringen. Laut einer laden derzeit schon mehr als sieben Millionen Deutsche ihre Fotos „in die Cloud“, also ins Internet, wie eine „Goldmedia“-Umfrage ergeben hat. Insofern ist der nächste Schritt, Fotos direkt von der Kamera ins Internet zu speisen, logisch.

Wer im Übrigen nur deshalb keine neue Kamera kaufen will, aber Interesse an solchen Vernetzungs-Funktionen hat, kann in vielen Fällen auch nachrüsten: Denn im Handel gibt es SD-Speicherkarten, die auch ein WLAN-Modul eingebaut haben, wie „Bitkom“ hinweist. „Mit den dazugehörigen Apps können die Bilder direkt an entsprechende Mobilgeräte übertragen werden – ganz ohne Kabel.“ hw

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