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Neun Spams täglich pro eMail-Fach – und Müllpost wird gefährlicher

Für die Allermeisten ein Ärgernis: Spam-Post. Abb.: hw

Für die Allermeisten ein Ärgernis: Spam-Post. Abb.: hw

Berlin, 2. September 2012: Im Schnitt müllen um die neun Spam-Mail pro Tag in jedes deutsche ePostfach, Tendenz: wieder leicht steigend. Da geht aus einer „Forsa“-Umfrage unter 1001 deutschen Internetnutzern hervor. Gleichzeitig ist die unerwünschte Werbepost auch gefährlicher als früher geworden, da viele Spammer auch gefährliche Links und Schadprogramme einfügen – zum Beispiel als angehängte Zip-Datei, die manche Virenscanner und Spamfilter nicht richtig analysieren können.Dabei sind die 8,6 Spam-Mails pro Tag nur ein Durchschnittswert: Jeder Fünfte bekommt laut Umfrage überhaupt keine Spams, bei jedem Vierten sind es dagegen bis zu 20 Spams täglich.

Strafen für Spammer kaum durchsetzbar

„Spams können nicht nur lästig sein und unerwünschte Werbung enthalten, oft stecken Betrüger dahinter oder es wird versucht, Schadsoftware auf dem PC des Benutzers zu installieren“, warnt Lutz Neugebauer, Sicherheitsexperte vom Hightechverband „Bitkom“, der die Umfrage beauftragt hatte. „Zwar droht in Deutschland Spam-Versendern ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Doch die meisten Spam-Mails werden aus dem Ausland verschickt und das in Deutschland geltende Recht lässt sich faktisch nicht durchsetzen.“

Das Spam-Aufkommen war in den vergangenen Jahren zunächst etwas zurückgegangenen, nachdem Industrie und viele Regierungen gegen die Spammer vorgegangen waren. Auch die in vielen Firewall-Paketen integrierten Spam-Filter haben den Massenversendern von Werbebotschaften das Geschäft schwer gemacht. Die Spammer haben daher zum Beispiel in den Diskussionsforen von Internetportalen und Blogs neue Orte gefunden, wo sie Spams zu platzieren versuchen.

Monty-Python-Sketch gab Büchsenfleisch „Spam“ heutige Bedeutung

„Spam“ war ursprünglich ein US-amerikanisches Büchsenfleisch, wurde dann in einem Restaurant Sketch der britischen Komikergruppe „Monty Pythons“ zum Inbegriff von unerwünschtem Überangebot und schließlich als Bezeichnung für unerwünschte Werbefluten im Internet übernommen. Ein Klassiker ist Werbung für das Potenzmittel Viagra. Das Geschäftsmodell dahinter beruht auf Masse: Selbst wenn nur ein Promille von 100.000 Spammails zu einem Kauf oder zu Klicks auf einer Seite führen, hat sich die Kampagne gelohnt. Darüber hinaus verteilen Kriminelle inzwischen auch gern Viren üer Spam. Heiko Weckbrodt

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