Filme
Schreibe einen Kommentar

DVD „Die Piraten“: Geknetete Freibeuter auf tierischer Mission

Der 1. Offizier (r.) ist nicht so recht überzeugt, als Charles Darwin den Kapität überredet, mit dem Dodo nach London zu segeln. Abb.: Sony

Der 1. Offizier (r.) ist nicht so recht überzeugt, als Charles Darwin den Kapität überredet, mit dem Dodo nach London zu segeln. Abb.: Sony

DER PIRATENKAPITÄN mag ein poltrig-gutmütiges Großmaul sein – aber irgendwie wurmt es ihn schon, dass immer die anderen Freibeuter „Pirat des Jahres“ werden. Da kommt es ihm gerade recht, als er den Naturforscher Charles Darwin aufgabelt: Der verrät ihm nämlich, dass der fette Papagei auf des Captains Schulter in Wirklichkeit der letzte Dodo ist – eine Spezies, die ansonsten wegen evolutionären Ungeschicks ausgestorben ist. Und so lichtet DER PIRATENKAPITÄN in der Karibik die Anker, um bei der Korsaren liebster Feindin, der Queen in London,höchstpersönlich einzusegeln und dort einen fetten Preis als Beute einzusacken. Was natürlich mächtig schief geht…

„Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen“ ist ein aufgedrehter Animationsfilm, der statt auf Computereffekte auf – ziemlich beeindruckende – „Stop-Motion“-Technik setzt und darin ein wenig an die „Wallace & Gromit“-Trickfilme erinnert – nur viel turbulenter.

Gerade die vielen kleinen Details und Anspielungen machen „Die Piraten“ so liebenswürdig, seien es nun bizarre Piratenplakate im Hintergrund, das Steampunk-Flaggschiff der Queen oder die kleinen Evolutions-Scherze, die die Macher zwischendurch eingebaut haben. Vor allem aber zeigt der Familienfilm, dass im Zeitalter von 3D-Produktionen vom Computerfließband die Stop-Motion-Technik immer noch ihren optischen Reiz hat und weiter zur Perfektion getrieben werden kann.

Auf der inzwischen erschienen DVD kann man diese Mühen in einem „Making-Of“ verfolgen, das vor allem zeigt, wie entscheidend ist, bei solch einer Produktion keine Mühen zu scheuen. Heiko Weckbrodt

„Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen“ (Sony/Columbia), USA 2012, Regie: Peter Lord, Jeff Newitt, 84 Minuten, P 6, DVD 13 Euro, Bluray 15 Euro

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.