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Fraunhofer-Forscher sehen schweflige Zukunft für das eAuto

Abb.: IWS

Dresden, 17.7.2012: Um die Akzeptanz von Elektroautos zu erhöhen, müssen bessere Akkumulatoren her, die die Reichweite der E-Wagen – derzeit meist nur 100 bis 160 Kilometer – spürbar erweitern, darin sind sich Automobilindustrie und Forscher weitgehend einig. Und da mögen die heute verwendeten Lithium-Ionen-Speicher zwar noch Potenzial haben, doch wahrscheinlich werden neue Batterietechnologien nötig sein, um dieses Ziel zu erreichen. „Das Lithium/Schwefel-System verspricht das zukünftige Material für Energiespeichersysteme zu werden“, meinen Forscher des Dresdner Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS).

„Es wird erwartet, dass sie hohe spezifische Energien liefern werden, die zwei- bis viermal höher sind als herkömmliche Lithium-Ionen-Systeme“, schätzte IWS-Sprecher Dr. Ralf Jäckel ein. Weiterer Vorteil: Statt teurer und teils auch gesundheitsschädlicher Kathodenelemente wie Kobalt ist Schwefel recht häufig vorhanden und recht preisgünstig.

Allerdings kämpfen bisherige Lithium-Schwefel-Versuchsakkus noch mit diversen Problemen, zum Beispiel entladen sie sich zu schnell und ihre Lebendauer ist noch zu kurz. Abhilfe könnten neuere Lösungen wie nanostrukturierte Kohlenstoff-Schwefel-Kathoden bringen, für die aber noch preiswerte Massenfertigungs-Methoden entwickelt werden müssen.

Um diese und weitere Ansätze zu diskutieren, will das IWS an der Winterbergstraße im November einen Workshop „Lithium-Schwefel-Batterien“ ausrichten. Erwartet werden als Referenten sowohl Wirtschaftsvertreter – darunter von BASF, Varta und Bosch –, aber auch Forscher aus dem In- und Ausland. hw

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