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Satelliten-TV wird 50

Abb.: DevCom/ Wikipedia

Abb.: DevCom/ Wikipedia

Erdorbit, 8.7.2012: Vor 50 Jahren begann die Ära des Satelliten-Fernsehens: Am 10. Juli 1962 schoss die NASA mit dem Telstar 1 den ersten TV-Satelliten in den Orbit.

Dem Telstar war indes kein langes Leben beschieden. „Durch einen außeratmosphärischen Atombombenversuch der USA wurde er so stark beschädigt, dass er im Februar 1963 komplett ausfiel“, heißt es in einem Rückblick des deutschen Hightech-Verbandes „Bitkom“.

Der Aufstieg der neuen Technologie erwies sich dennoch als unaufhaltsam. Heute sind laut Bitkom-Angaben rund 1000 Kommunikationssatelliten im Einsatz, die jeweils bis zu rund 500 Programme übertragen können und Orte mit Internet-Verbindungen versorgen, die fern von jeder Telefonleitung und jedem Handy-Netz liegen.

Astra-Satelliten läuteten in Dresden die West-TV-Zeit ein

In Deutschland kam der große Durchbruch für das Sat-TV mit dem Start der privaten Astra-Satelliten ab Dezember 1988. Dies hatte Auswirkungen bis in den Ost-Block: In Dresden zum Beispiel, das als einziger Ballungsraum der DDR vom terrestrischen Westfernsehempfang abgeschnitten war, begannen Bürgerinitiativen kurz darauf, ganze Plattenbauviertel zu verkabeln und an Empfangs-Kopfstationen anzuschließen. Da über diese – von der Staatspartei SED schließlich geduldeten – Sat-Netze zuerst Privatsender einspeisten (inklusive des monatlich immer wieder neu geknackten Premiere-Vorgängers „Teleclub“), haben in vielen Gegenden Ostdeutschlands die Privatsender bis heute einen besseren Stand als die „Öffentlich Rechtlichen“.

Rund 100.000 Deutsche gehen per Sat ins Internet

Heute empfangen über 17 Millionen Deutsche Fernsehen per Satellit. Außerdem versorgen Satelliten laut Bitkom etwa 35.000 Haushalte beziehungsweise zirka 100.000 Bundesbürger mit Internet-Zugängen. Heiko Weckbrodt

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