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Exzellenzzuschlag: TU Dresden erhält 140 Millionen Euro

Wie wird die Nanoelektronik der Zukunft aussehen? Die TU Dresden und ihre außeruniversitäten Partner wollen dies in einem Exellenz-Komplex ausloten. Abb.: CNT

Die TU Dresden und ihre Partner wollen die Zukunft der Nanoelektronik in einem Exellenz-Komplex ausloten. Abb.: CNT

Dresden, 15.6.2012: Die TU Dresden hat es geschafft: Mit zwei Clusterprojekten für fortgeschrittene Nanoelektronik und für regenerative Therapien ist sie heute in den Kreis der deutschen „Exzellenzuniversitäten“ aufgenommen worden. Der Zuschlag durch die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ ist mit Zuwendungen in Höhe von 140 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren verbunden. Drei Viertel der Summe steuert der Bund bei, ein Viertel das Land Sachsen.

„Der Freistaat Sachsen kann seine Stellung als forschungsstärkstes Land innerhalb der neuen Bundesländer weiter festigen“, kommentierte die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) die Entscheidung des Bewilligungsausschusses der Exzellenzinitiative. „Dresden wird das wissenschaftliche Zentrum nicht nur Sachsens, sondern des gesamten Ostens und rückt auf in den Kreis der Exzellenzuniversitäten von gesamtdeutscher Bedeutung.“

Nanoelektronik der Zukunft im Visier

Mit dem bewilligten Geld will die TU Dresden ihre Graduiertenschule für Biomedizin und Bioengineering fortsetzen, vor allem aber zwei wegweisende Forschungskomplexe aufbauen und vorantreiben: Im „Zentrum für Perspektiven in der Elektronik“ (Center for Advancing Electronics Dresden = CfAED) sucht das Team um Prof. Gerhard Fettweis künftig nach Wegen zur Mikroelektronik „Behind Moores Law“, zum Beispiel nach Kohlenstoffnano-Technologien, chemischen oder biologischen Rechenmethoden, um die physikalischen Grenzen der heutigen Siliziumchips zu umgehen.

Im „Zentrum für Regenerative Therapien“ (Center for Regenerative Therapies Dresden – CRTD) wollen die Forscher zum Beispiel neuartige Prozonenbeschleuniger für die Krebstherapie entwickeln, die mit Superlasern angetrieben werden. „Ziel des CRTD ist es, das Selbstheilungspotential des Körpers zu erforschen und völlig neuartige, regenerative Therapien für bisher unheilbare Krankheiten zu entwickeln“, erklärte CRTD-Direktor Prof. Michael Brand. Unter anderem soll nun die Stammzellforschung vorangetrieben werden.

Einen weiteren Zuschlag erhielt die TU Chemnitz für ihr Projekt MERGE (Merge Technologies for Multifunctional Lightweight Structures).

Land und Stadt beteiligen sich mit Infrastruktur-Programmen

Der Freistaat Sachsen unterstützt nach eigenen Angaben die Bauprojekte der TU Dresden im Rahmen des Exzellenzantrages in den nächsten Jahren mit 250 Millionen Euro. Auch die Stadt Dresden beteiligt sich mit Investitionen an dem Exzellenzprojekt und baut unter anderem bis April 2014 eine 2,4 Millionen Euro teure Kita für bis zu 132 Wissenschaftler- und Studentenkinder auf dem TU-Campus und richtet ein „Welcome Center“ für ausländische Gastforscher ein. Heiko Weckbrodt

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