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Jeder Vierte akzeptiert Bezahlschranken im Internet

Berlin, 14.5.2012: Eine große Mehrheit der Internetnutzer (64 Prozent) will für Online-Angebote nichts zahlen und nimmt dafür auch Werbung in Kauf. Aber: Immerhin 28 Prozent bevorzugen werbefreie Internetdienste hinter Bezahlschranke – allerdings ist die Akzeptanz für Bezahlangebote bei Älteren deutlich größer als bei Jugendlichen. Das hat eine „Aris“-Umfrage für den Hightech-Verband „Bitkom“ (Berlin) ergeben.

Das Ergebnis ist insbesondere mit Blick auf die jüngsten Diskussionen um die Geschäftsmodelle der großen Zeitungsverlage im Internet und um eine Reform des Urheberrechts mit Blick auf die Herausforderungen des Internet-Zeitalters (Wir berichteten) interessant: Im Gespräch sind dabei zum Beispiel pauschale Entgelte (Kulturabgabe), Mini-Bezahltransaktionen à la iTunes, aber auch werbefinanzierte Musik- und Videoportale. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Online-Werbemarkt zwar in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist, die Werbeerlöse je Anbieter aber für die allermeisten Portale zu niedrig sind, um professionelle Geschäftsmodelle zu finanzieren.

„Viele Internetnutzer sind offen für Werbung, weil sie ein niedriges Preisniveau bei Online-Diensten ermöglicht“, kommentierte Bitkom-Präsident Dieter Kempf die Umfrage. „Aber auch für werbefreie Bezahlangebote gibt es inzwischen ein recht hohes Potenzial.“

Je älter die Internetnutzer, desto offener sind sie für werbefreie Bezahlangebote. Die Präferenz dafür ist in der Altersgruppe 50+ mit 37 Prozent am größten, unter den 14- bis 29-Jährigen mit 14 Prozent am niedrigsten. Werbefinanzierte Services werden von 83 Prozent der jungen Nutzer bevorzugt, aber nur von 49 Prozent der Onliner ab 50 Jahren. hw

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