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„Risen 2“ im Test: Mit Piratenschläue gegen Titanenkraft

Mehrere Fraktionen beherrschen die Insel - und die meisten sind zunächst recht unkooperativ. Abb.: Koch Media

Mehrere Fraktionen beherrschen die Insel - und die meisten sind zunächst recht unkooperativ. Abb.: Koch Media

So richtig sicher ist sich der „Risen“-Held nicht, ob er im ersten Teil des Rollenspiels zu klug gehandelt hat: Immerhin hat er die Titanen entfesselt und die schnabulieren nun ein Schiff nach dem anderen weg, das auf den Südseeinseln anlegen will. Aber vielleicht kann Piraten-Kapitän Stahlbart helfen? Der weiß angeblich, wo eine Mega-Anti-Titanen-Harpune zu finden ist. Und so begibt sich in „Risen 2“ unser namenloser Heros auf Undercover-Mission, um sich in Stahlbarts Mannschaft einzuschleichen…

„Risen“ galt als inoffizieller und besserer Nachfolger der einst so erfolgreichen und doch letztlich recht glücklosen Action-Rollenspielreihe „Gothic“ – da war ein zweiter Teil nur eine Frage der Zeit. Der ist nun als „Risen 2“ erschienen, kommt in moderner Grafiktechnik daher und verlagert den Hauptschauplatz weg vom Inselimperium der Inquisition in die Piratenwelt der Südsee.

Knarren und Voodoo kommen ins Spiel
Auch Piratin Patty fechtet und schießt wieder an unserer Seite. Abb.: Koche Media

Auch Piratin Patty fechtet und schießt wieder an unserer Seite. Abb.: Koche Media

Zudem haben die Macher von Piranha neben alten Monstern wie Ghulen auch – klaro – auch neue (Pumas, Grabspinnen etc.) am Wegesrand platziert, die der Held zu jagen hat, um sich Punkte und Sporen zu verdienen, um an Goldkisten heranzukommen, mit denen er neue Rüstungen beim Schmied kaufen kenn und so weiter. Auch kommen jetzt Vooddo-Magie sowie Feuerwaffen wie Flinten und Kanonen statt Bögen und Ambrüsten ins Spiel.

Wer indes konzeptionell ganz neue Ansätze erwartet haben mag, wird etwas enttäuscht sein: Die Grundstrickart von „Risen“ wurde beibehalten. Auch „Risen 2“ macht viel Spaß beim Spielen, allerdings haben sich die Spiel-Designer lediglich andere, aber nicht gleich innovative Kettenrätsel und –aufgaben ausgedacht, die zu lösen sind.

Fazit:

„Risen 2“ ist sicher sehens- und spielenswert geworden, solide Kost auf gehobenem Niveau. Neue Maßstäbe setzt das neue Rollenspiel aus deutschen Landen aber nicht – abgesehen vom hohen Verbrauch der PC-Ressourcen Grafik- und Prozessorkraft. Gestartet (und kopiergeschützt) wird das Spiel im Übrigen per Steam, ein entsprechender Account ist also Voraussetzung. Heiko Weckbrodt

Risen 2 – Dark Waters“ (Piranha/Deep Silver), Action-Rollenspiel, P 12, 39 Euro
Sandläufer, Killerkrabben und anderes Ungetier schießen gern mal am Strand aus dem Biden empor. Abb.: Koch Media

Sandläufer, Killerkrabben und anderes Ungetier schießen gern mal am Strand aus dem Biden empor. Abb.: Koch Media

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