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IEEE-Konferenz wirft „Zeitmaschine“ in Dresden an

Computer wie auf der TV-"Enterprise" rücken in greifbare Nähe - in Smartphones, Fernsehern und anderen Geräten. Abb.: Star-Trek-Wallpapers

Computer wie auf der TV-"Enterprise" rücken in greifbare Nähe - in Smartphones, Fernsehern und anderen Geräten. Abb.: Star-Trek-Wallpapers

Dresden, 14.4.2012: Sprechende Computer à la „Raumschiff Enterprise“, selbstständig fahrende Autos – was noch wird uns wohl die Zukunft bringen? Antworten darauf versuchen führende Forscher und Hightech-Manager aus aller Welt, wenn sie Ende Mai in Dresden eine Zeitmaschine anwerfen: Auf der hochkarätig besetzten Konferenz „IEEE Technology Time Machine – Technologies Beyond 2020“ wollen sie in die Zukunft schauen und Prognosen anstellen, wie sich unsere Alltagswelt in den kommenden Jahrzehnten durch technologische Neuerungen verändern wird.

Mit dabei sind klangvolle Namen aus der Hightech-Welt: Google, IBM, Oracle, Fraunhofer, Infineon, Nokia und viele andere Konzerne und Forschungseinrichtungen schicken ihre hellsten Köpfe am 23. Mai nach Dresden. Sie skizzieren beispielsweise, wie sich immer mehr technische Geräte über das Internet miteinander vernetzen werden, in welchem Maße Computer eine „Künstliche Intelligenz“ entwickeln können, welche Heilungswege die Medizin von übermorgen einschlagen wird und dergleichen mehr.

„Perfekter Platz“ für Zeitreise

„Dresden ist der perfekte Platz für unser Symposium“, erklärte der Veranstalter, der weltgrößte Ingenieurs-Zusammenschluss „IEEE“, der über 400.000 Mitglieder in mehr als 150 Ländern hat. Die Stadt kombiniere eine über 800-jährige Geschichte mit einer „pulsierenden Hightech-Wirtschaft, die sich zu Europas führenden Halbleiter-Standort entwickelt hat.“

Schon seit 1962 Zukunftsprognosen

Die Zeitmaschinen-Konferenz des IEEE hat eine lange Tradition, wie die Veranstalter betonen: „Bereits 1962 hatten führende führende Wissenschaftler und Industrievertreter einen Blick in die Zukunft gewagt und ihre Vorstellung vom Leben im Jahr 2012 skizziert.“ Einige ihrer Vorhersagen hätten sich bewahrheitet. Dazu zählen 3D-Fernseher, minimalinvasive Operationen, von Brennstoffzellen betriebene Autos und Mobiltelefone. Andere Prognosen blieben unerfüllt: Lernmaschinen zum Beispiel, die die Schule ersetzen, oder Echtzeitunterhaltung zwischen unterschiedlichen Sprachen und mit intelligenten Tieren sind bis heute nicht eingetroffen.

Immer mehr Geräte sprachgesteuert

Bereits erahnen kann man aber, in welche Richtungen die Prophezeiungen in diesem Jahr gehen könnten. Autos zum Beispiel, die selbstständig einparken und per Autopilot fahren, dürften in zehn Jahren nicht mehr wenigen Oberklassewagen und Laborfahrzeugen vorbehalten sein, sondern im Massenmarkt angekommen sein. Dass Handys bereits heute zu Unterhaltungen aufgelegt sind, hat zuletzt erst Apples Spracherkennung „Siri“ vorgemacht. Branchenbeobachter erwarten, dass sich die Mensch-Maschine-Kommunikation per Sprache und Gesten schon bald auf breiter Front durchsetzen wird. Sprachgesteuerte Fernseher, Autos und andere Geräte sind bereits in der Entwicklung.

Und wahrscheinlich werden Computertelefone (Smartphones) noch mehr Funktionen als bisher integrieren und damit zu künstlichen persönlichen Assistenten und Unterhaltungszentralen werden, auf die in Zukunft nur noch wenige verzichten dürften: Zum Beispiel werden wohl schon bald immer weniger Menschen das Portemonnaie zücken, um ein Konzert-Ticket, den Parkschein oder den Supermarkt-Einkauf zu bezahlen, sondern nur noch das Handy gen Kasse recken – der Rest geschieht automatisch. Heiko Weckbrodt

1 Kommentare

  1. Drei Tage, die es in sich hatten. http://transcendentman.com und http://abundancethebook.com ziehen künftig noch in die Zukunft und #IEEETTM zeigte, was bereits heute schon geht und in knapp 10 Jahren gehen kann.

    Was heute machbar ist zeigt der Kopplungsprozess zwischen #Dragon von @SpaceX an ISS heute Abend.

    In diesem Sinne ist Dresden eine wirtschaftlich prosperierende und global vernetzte Zukunft über alle Disziplinen zu wünschen – das Potential ist definitiv da, wie man unschwer während der vergangenen drei Tage sehen und erleben konnte.

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