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„Twinlab“ geplant: Araber und Sachsen forschen gemeinsam in der Mikroelektronik

Will sich als internationale Elite-Forschungseinrichtung profilieren: das MIST in Abu Dhabi. Abb.: MIST

Will sich als internationale Elite-Forschungseinrichtung profilieren: das MIST in Abu Dhabi. Abb.: MIST

Dresden/Abu Dhabi, 6.3.2012: Sachsen und Araber wollen künftig zusammen an neuen Halbleiter-Technologien forschen: In der kommenden Woche gründen die Technische Universität Dresden (TUD) und das „Masdar Institute of Science and Technology“ (MIST) in Abu Dhabi ein „TwinLab“ als gemeinsames Forschungsprojekt für die Halbleiterindustrie. Das hat die sächsische Staatskanzlei angekündigt.

Das MIST entstand im Herbst 2009 mit Hilfe des Massachusetts Institute of Technology (MIT) als Teil des staatlichen Modernisierungsprogramms in der Hauptstadt der Arabischen Emirate. Der Fokus liegt auf modernen Energietechnologien und Ingenieurwissenschaften. Die 42 Forscher und Dozenten sowie 170 Studenten stammen aus aller Welt.

Ein Schwerpunkt ist auch die Mikroelektronik, für diese Forschungen richtete das staatliche Investitions-Konsortium „ATIC“ einen Reinstraum auf dem Campus ein. ATIC gehört auch der US-amerikanische Chip-Auftragsfertiger „Globalfoundries“ (GF), dessen Leitwerke in Dresden und Malta/New York stehen – schon von daher gibt es Ankünpfungspunkte zwischen Dresden und Abu Dhabi. Erklärtes Ziel der Scheichs ist es, GF zum Bau einer großen Chipfabrik in Arabien zu überreden, um damit den Grundstein für eine eigene Mikroelektronik-Industrie für „die Zeit nach dem Öl“ zu legen. Heiko Weckbrodt

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