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Rossendorfer und Hamburger Forscher wollen neue Supraleit-Beschleuniger entwickeln

DRACO-Laser am Dresdner Helmholtz-Zentrum. Abb.: HZDR

DRACO-Laser am Dresdner Helmholtz-Zentrum. Abb.: HZDR

Dresden/Hamburg, 24.3.2012: Bekannt geworden ist sie vor allem durch die sogenannten „Nackt-Scanner“, doch Physiker und Materialwissenschaftler erhoffen sich von der Terahertz-Strahlung (0,3 bis drei Billionen Schwingungen je Sekunde) noch viele weitere Chancen zum Beispiel in der Krebsforschung, Astronomie und Sicherheitstechnik. Um solche Terahertz-Quellen, aber auch ultrabrillantes Röntgenlicht für die Forschung bereit zu stellen, haben das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und das „Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY“ in Hamburg nun einen Koperationsvertrag abgeschlossen. Ziel: Die „Vernetzung deutscher Forschungskompetenzen“, um international führende Beschleunigertechnologien auf Supraleit-Basis zu entwickeln, wie beide Forschungseinrichtung mitteilten.

Die Ergebnisse sollen unter anderem in das neue Terahertz-Labor „TELBE“ einfließen, das dieses Jahr in Betrieb gehen soll. Außerdem soll der Dresdner 150-Terawatt-Hochleistungslaser DRACO mit dem Elektronenstrahl aus dem Teilchenbeschleuniger ELBE gekoppelt werden, um Röntgenlicht von präzise definierten Wellenlängen zu erzeugen. Bereits im Bau ist in Dresden-Rossendorf ein weiterer, noch stärkerer Laser „Penelope„, der sogar auf Leistungsspitzen über einem Petawatt (eine Billiarde Watt) kommen soll.

Der Petawatt-Laser soll künftig auch als kompakter Beschleuniger für schwere Teilchen in der Hirntumor-Therapie und -Forschung eingesetzt werden, wofür bisher noch riesige Ringbeschleuniger benötigt werden. Ein weiterer Ansatz, um zu leistungsfähigeren und kleineren Beschleunigern zu kommen, ist der verstärkte Einsatz von Supraleittechnik, bei der tiefgekühlte Kabel eingesetzt werden, die Strom widerstandsfrei leiten. Heiko Weckbrodt

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