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Nun bestätigt: Dresdner OLED-Firma Novaled geht an die US-Börse

OLED-Leuchtkacheln aus Dresden. Abb.: Novaled

OLED-Leuchtkacheln aus Dresden. Abb.: Novaled

Dresden/New York, 20.3.2012: In der Gerüchteküche brodelte es bereits seit einigen Tagen, nun ist es offiziell: Die Dresdner Technologiefirma „Novaled“ geht an die Börse. Wie das Unternehmen heute mitteilte, will es seine Aktien an der Nasdaq beziehungsweise der New York Stock Exchange platzieren.

Das auf Spezial-Rezepturen und effizienzsteigernde Kernkomponenten von „Organischen Leuchtdioden“ (OLEDs) spezialisierte Unternehmen entstand 2001 als Ausgründung der TU Dresden. Heute hat Novaled 130 Mitarbeiter und über 500 Patente. Seit kurzem bietet das Unternehmen auch eigene Luxuslampen auf OLED-Basis an.

Im Zuge der Vorbereitung auf den Börsengang hat die Firma nun auch ihre Umsätze auf internationale Berechnungsmethoden umgestellt und dabei seine Einnahmen in den Vorjahren nach unten korrigiert. Demnach realisierte Novaled im Jahr 2010 einen bereinigten Umsatz von 6,856 Millionen Euro, während bisher – nach deutschen Recht – 11,2 Millionen Euro angegeben worden waren.

Umsatzsprung um 154 % auf 17,4 Millionen Euro

Umso stärker stellt sich damit das Wachstum im vergangenen Jahr dar: So konnte das Unternehmen 2011 seinen Umsatz um 154 Prozent auf 17,4 Millionen Euro steigern. Und erstmals in seiner Firmengeschichte erwirtschafte Novaled 2011 auch einen Gewinn: 3,6 Millionen Euro.

Branchengrößen wie Samsung und LG gehören zu den Kunden

Beflügelt wurde das Wachstum durch solche Partner wie Samsung und LG in Asien, die jetzt mehr und mehr Bildschirme, Smartphones, Tablett-Computer, Fernseher und andere Geräte auf OLED-Basis heraus bringen wollen. Auch Leuchtenhersteller wie Astron FIAMM, Philips und Trilux gehören zu den Abnehmern. Bisher hatte Novaled über seine Kunden stets Stillschweigen gewahrt.

Die Einnahmen aus dem Börsengang wollen die Dresdner verwenden, um ihren finanziellen Spielraum zu erweitern, stille Teilhaber auszulösen, mehr in die Technologieentwicklung sowie Markterschließung zu investieren und neue Schlüsselkunden zu gewinnen. Auch Firmenübernahmen seien denkbar. Novaled will auch neue Anwendungsfelder seiner OLED-Technologie zum Beispiel für organische Solarzellen – Beispiel: Dresdner Heliatek – und organische Elektronik erschließen. Das Unternehmen geht von einem stark wachsenden OLED-Markt in den kommenden Jahren aus. Heiko Weckbrodt

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