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Fernsehermarkt: Gesten und iPhone verdrängen Zappe

Da freut sich das LG-Werbemädchen: Der Fernseher ist vollgestopft mit Apps. Ob der Endkonsument das auch so sieht, bleibt abzuwarten. Abb.: LG

Da freut sich das LG-Werbemädchen: Der Fernseher ist vollgestopft mit Apps. Abb.: LG

Berlin, 18.3.2012: Nach Jahren einer eher schwachen Entwicklung im Heimelektronikmarkt sollen innovative Bedienkonzepte und höhere Bildschirmauflösungen den Fernseher-Verkauf nun wieder ankurbeln: Miniprogramme (Apps) in Kompination mit Computertelefonen (Smartphones wie das iPhone) übernehmen in den mit Elektronik vollgestopften neuen „Smart-TVs“ zunehmend die Rolle der Fernbedienung, zu dem zaubern sie Spiele, Zusatzinfos und andere Mehrwertdienste auf die Glotze. Andere Hersteller setzen auf die Sprach- oder Gesten-Steuerung von Fernsehgeräten, dies wird auch dem bisher nur gerüchteweise existierenden kommenden Apple-Fernseher nachgesagt. „Die klassische Fernbedienung für Fernseher wird in ein paar Jahren überflüssig“, glaubt Ralph Haupter vom Präsidium des Hightech-Verbandes „Bitkom“.

Laut Bitkom-Prognose werden in diesem Jahr in Deutschland erstmals über zehn Millionen Flachbild-Fernseher verkauft, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig werde der Durchschnittspreis der Geräte um vier Prozent von 625 auf knapp 600 Euro – daher werden zwar die verkauften Stückzahlen, aber wohl nicht der Umsatz steigen.

2012 cdürften insbesondere die großen Sportereignisse wie die Fußball-EM oder die Olympischen Spiele für einen Verkaufsschub bei Fernsehern sorgen, heißt es in der Bitkom-Prognose. Außerdem erwartet der Verband in diesem Jahr die ersten „ultrahochauflösenden“ Geräte mit 4096 mal 2160 Bildpunkten (über acht Megapixel) auf dem TV-Markt. Heiko Weckbrodt

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