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Chinas Rüstungsindustrie auf dem Hightech-Pfad

Chinas Jagdflugzeug Chengdu J 10a. Abb.: Retxham, Wikipedia

Chinas Jagdflugzeug Chengdu J 10a. Abb.: Retxham, Wikipedia

München, 18.3.2012: Die eng verflochtene chinesische Rüstungsindustrie hat sich durch billige „Lowtech“-Waffenexporte inzwischen in Entwicklungs- und Schwellenländern wachsende Marktanteile errungen, orientiert sich aber nun zunehmend auf den Hightech-Waffensektor. Das geht aus einer Studie der „h&z Unternehmensberatung“ in München hervor. Die wehrtechnische Industrie Chinas habe in den vergangenen 15 Jahren einen großen Entwicklungssprung gemacht, erklärte  „H&z“-Vorstand Michael Santo. „In maximal 20 Jahren wird sie auf Augenhöhe mit dem Westen sein.“
Mit günstigen Preisen, attraktiven Zahlungskonditionen, solider Basistechnologie und einer zuverlässigen Lieferung habe die wehrtechnische Industrie Chinas einen rasanten Aufstieg erfahren, heißt es in der Untersuchung. Im Schnitt würden chinesische Waffen die Hälfte im Vergleich zu denen westlicher Hersteller kosten. Dies werde durch politisch bestimmte Preise, niedrige Produktionskosten und den Verzicht auf Hightech-Extras erreicht.

Zunehmend ziele das Reich der Mitte aber auch auf den Hochtechnologie-Sektor, um auch Märkte in den westlichen Industrieländern zu besetzen. Erst im vergangenen Dezember habe die chinesische Regierung verkündet, zwei Staatsfonds mit einer Kapitalausstattung von 300 Milliarden US-Dollar (228 Milliarden Euro) aufgelegt. Auch in der dafür nötigen Schlüsseltechnologie „Mikroelektronik“ holt China inzwischen auf: Chinesische Halbleiterhersteller haben zwar längst noch nicht das Spitzenniveau erreicht, sorgen aber bereits für eine solide elektronische Grundausstattung anderer chinesischer Industriezweige. hw

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