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Vernetzt: Dresdner SLUB, Trier und Marburg digitalisieren Schlegel-Nachlass

Zwei Kartons mit Briefen, die Schlegel auf der Flucht vor Napoleon verstecken musste. Abb.: SLUB

Zwei Kartons mit Briefen, die Schlegel auf der Flucht vor Napoleon verstecken musste. Abb.: SLUB

Dresden, 28.2.2012: Die sächsische Landes- und Uni-Bibliothek SLUB digitalisiert gemeinsam mit weiteren Institutionen ab dem 1. März den Dresdner Nachlass des Literaturhistorikers August Wilhelm Schlegel (1767-1845). Dieser sei um 1800 der einflussreichste Literaturkritiker gewesen, schätzte die Bibliotheksleitung in Dresden ein. Darüber hinaus sei Schlegel Shakespeare-Übersetzer, Begründer einer vergleichenden europäischen Literaturwissenschaft und der Indologie in Deutschland gewesen, dennoch sei seine Korrespondenz bis heute der Öffentlichkeit nahezu unbekannt.

Dies soll das von der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (DFG) geförderte Projekt nun ändern, indem sie den Schlegelschen Nachlass einem breiten Publikum zugänglich macht. Bis Anfang 2013 wird die Dresdner SLUB ihren Bestand von rund 3000 Schlegel-Briefen digitalisieren. Das „Trier Center for Digital Humanities“ stellt dann eine virtuelle Editionsumgebung bereit, in der Wissenschaftler der Universität Marburg unter der Leitung des Germanisten Jochen Strobel die Briefe anschließend transkribieren und edieren.

Nach drei Jahren werden dann auch die Briefe aus weiteren 80 in- und ausländischen Einrichtungen und damit insgesamt 5000 Briefe online erfasst sein, kündigte die SLUB-Direktion an. Das Projekt sei auch ein Beispiel für „neue technische und organisatorische Methoden vernetzten Arbeitens im 21. Jahrhundert“. hw

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