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„App-Ökonomie“: Rasantes Wachstum für Handy-Programme

Berlin, 23.2.2012: Apps erfreuen sich bei den Deutschen steigender Beliebtheit: Im vergangenen Jahr wurden in der Bundesrepublik 962 Millionen solcher Mini-Programme für Computertelefone (Smartphones) herunter geladen, berichtet der Hightech-Branchenverband „Bitkom“ in Berlin – 249 (!) Prozent mehr als im Vorjahr.  „Derzeit entsteht eine eigenständige App-Ökonomie, die neue Geschäftsmodelle und hoch interessante Anwendungen für das mobile Internet entwickelt“, schätzte Friedrich Joussen vom Bitkom-Präsidium ein.

Allerdings ist auch auf diesem noch jungen Geschäftsfeld das „Kostenlos“-Denken der Nutzer ausgeprägt: 88 Prozent der Apps sind (beim Download) kostenlos. Dennoch wissen findige Anbieter, auch mit solchen Lock-Angeboten Geld zu machen. „Apps können auf unterschiedlichen Wegen Umsätze generieren: über den Verkaufspreis, kostenpflichtige Services innerhalb der App oder durch Werbung“, so Joussen. Viele Unternehmen, die sich auf anderen Schienen finanzieren, bieten Apps allerdings wirklich nur als Mehrwert für Kunden an.

Dementsprechend sind auch die App-Einnahmen für die Anbieter gewachsen, wenn auch nicht so stark wie die Downloads:  Der Umsatz mit mobilen Apps hat im vergangenen Jahr in Deutschland 210 Millionen Euro erreicht, 123 Prozent mehr als im Vorjahr.

Treiber dieser Zuwächse sind vor allem der Smartphone- und der Tablet-Boom, denn Apple-Geräte wie iPhone und iPad oder auch Android-Smartphones von Samsung, LG und anderen entfalten erst durch Zusatz-Programme ihren vollen Nutzen: Sie können per App zum Beispiel zum Navigationsgerät werden, über Facebook-Module die SMS-Kurznachrichtendienste ersetzen, zum elektronischen Buch oder zur digitalen Zeitung werden und dergleichen mehr.

Laut Bitkom-Prognosen werden die Smartphone-Verkäufe in Deutschland im Jahr 2012 um 35 Prozent auf 16 Millionen Stück steigen. Der Absatz von Tablet Computern legt wohl um 29 Prozent auf 2,7 Millionen Stück zu. Heiko Weckbrodt

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