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„Ultrabooks“ im Anmarsch: „Zenbook“ von Asus im Test


Zenbook-Imagevideo von Asus
 

Mit den „Ultrabooks“ hat Intel eine neue Geräteklasse ersonnen, die funktional zwischen Notebook, Netbook und Tablettrechner angesiedelt ist. Kernmerkmale: superdünnes Design, dabei doch relativ leistungsstark und langen Akku-Laufzeiten. Im Oiger-Test musste sich jetzt das „Zenbook“ von Asus als einer der ersten Abkömmlinge der neuen Klasse beweisen.

Optisch macht das Zenbook auf jeden Fall was her mit seinem flachen Design (drei bis neun Millimeter) und dem sandgestrahlten Alu-Gehäuse. Auch die hochwertige Verarbeitung, das gutes Sound-System, große Tastatur, 13,1-Zoll-Display, Kernkomponenten und Anmutung lassen eher an ein Oberklasse-Notebook als ein Netbook denken, mit dem es dafür die recht lange Batterielaufzeit teilt.

Leistungsstark – aber schwache Grafiklösung
In mehreren Farbvarianten erhältlich: Das Zenbook in schicker Alu-Optik. Abb.: Asus

In mehreren Farbvarianten erhältlich: Das Zenbook in schicker Alu-Optik. Abb.: Asus

Dabei sorgen Core-i7-Prozessor (1,8 Gigahertz), vier Gigabyte Arbeitsspeicher und Chipfestplatte (SSD) auch für recht ordentliche Leistung: Mit 3130 Punkten im halbsynthetischen Testprogramm „PC Mark 7“, der klassische Anwendungsszenarien wie Textverarbeitung, Internetsurfen, Bild- und Videobearbeitung simuliert, kommt das Ultrabook durchaus an Oberklasse-PCs heran (unser Referenz-PC mit Core i7 EE @ 3,2 GHz erreicht 3735 PC-Marks).

Die Grafikkraft hingegen ist lahm, moderne 3D-Shooter zum Beispiel kann man sich abschminken. Denn hier setzt Asus auf die – eher schwache – integrierte Grafiktechnologie von Intels Hauptprozessoren, mit denen der aktuelle 3DMark11 mangels DirectX11-Fähigkeit gar nicht erst anspringt.

Kein DVD-Laufwerk oder LAN-Anschluss

Auch muss man sich klar machen, was man bei einem Ultrabook wie dem Zenbook nicht an Bord hat und dazu gehören zum Beispiel ein DVD-Laufwerk und ein LAN-Netzwerkanschluss – Netzwerke sollen primär via WLAN entstehen.

Beachtliche Akku-Laufzeit: Über fünf Stunden im Videobetrieb

Dafür ist die Akku-Laufzeit beachtlich: In unserem Video-Abspieltest (mangels Laufwerk vom USB-Stick) hielt die Batterie reichlich fünf Stunden durch. Damit kommt das Zenbook zwar nicht an Tabletwerte wie beim iPad heran, setzt sich aber weit von klassischen Notebooks ab. Im „Instant-On“-Modus, der einen Rechnerstart binnen weniger Sekunden ermöglicht, soll das Gerät laut Herstellerangaben bis zu zwei Wochen durchhalten. Leider hatten wir das Gerät nicht lange genug zum Testen, um dies zu überprüfen, der Wert erscheint aber nach Stichproben erreichbar. Das Gewicht schwankt – je nach Ausführung –

Fazit:

Das Zenbook besticht durch schicke Optik und sehr flaches Design, auch die Leistung in Standardanwendungen und die Akkulaufzeit überzeugen. Ein vollwertiger Notebook- oder PC-Ersatz ist es aber nicht: Die fehlende LAN-Buchse könnte man vielleicht noch verschmerzen (Asus liefert ein USB-zu-LAN-Adapter mit), ein DVD-Laufwerk dagegen eher nicht. Eine realistische Chance, dass sich die neue Geräteklasse „Ultrabooks“ ein gutes Marktsegment erobert, sehe ich dennoch. Heiko Weckbrodt

„Zenbook“ alias „UX 31E“ (Asus), Ultrabook-Klasse, je nach Ausstattung 1000 bis 1200 Euro bzw. 1,1 bis 1,3 Kilogramm

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