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„Jagged Alliance 3“: Söldner rücken Diktatorin auf den Pelz

Der schwerbewachte Dickklops sollte doch kein Problem sein - oder? Abb.: Bitcomposer

Der schwerbewachte Dickklops sollte doch kein Problem sein - oder? Abb.: Bitcomposer

18 Jahre nach dem ersten Einsatz erhält die Söldnertruppe von „Jagged Alliance“ einen neuen Auftrag: Ein geheimnisvoller Fremder bezahlt die Krieger mit Diamanten dafür, seine Frau, die sich zur rücksichtslosen Diktatorin auf der Insel Arulco aufgeschwungen hat, mit allen Mitteln zu stürzen. Die Taktikspiele-Reihe geht damit unter dem Titel „Jagged Alliance – Back in Action“ in eine neue Runde – aber weg vom rundenbasierten Ansatz der Vorgänger.

Die Söldnerpartie schwankt ein wenig zwischen Strategie-, Rollen- und Taktikspiel: Zwar kann man sich wie in einem rundenbasierten Strategiespiel nach dem Sandkasten-Prinzip auch in aller Ruhe Befehlsketten für seinen Trupp ausdenken, die dann von den Söldnern nacheinander ausgeführt werden, der Live-Action-Ansatz überwiegt allerdings. Anzuarbeiten sind 40 Szenarien, in denen es beispielsweise darum geht, einen Flughafen zu sichern (sprich: alle Wachen zu töten), einen Rebellenführer zu finden und zu retten.

Vorgeschaltet ist eine Trainingsmission und das ist auch gut so: Die vielen Optionen für die Söldner möchten erst erlernt sein.

In der Kampagne stehen uns dann 50 Waffen und Ausrüstungen von der Pistole über Sturmgewehr und Granaten bis hin zu Sprengsätzen und Medi-Kits zur Verfügung. Und die wollen schlau kombiniert sei wollen, damit das Sondereinsatzkommando nicht schon nach wenigen Minuten im eigenen Blut ertrinkt. Und darin ist „Jagged Alliance“ auch recht herausfordernd und abwechselungsreich – mit frontalen Angriffen à la 3D-Actionshooter kommt man hier nicht weit.

Optisch ist das Ganze für ein Taktikspiel aus der Dritte-Person-Perspektive akzeptabel umgesetzt. Der aktuelle Stand der Grafiktechnik wird aber nicht erreicht, das sieht man selbst den vorgerenderten Sequenzen an.

Fazit:

Die Macher von „Coreplay“ haben sich sichtlich um abwechslungsreiche Missionen bemüht und sich glücklicherweise vom rundenbasierten Prinzip verabschiedet. Allerdings: Obwohl ich zum Beispiel in Echtzeit-Strategiespielen die Taktikmissionen durchaus mag, war mir persönlich das neue „Jagged Alliance“ etwas zu nerdig und kompliziert. Story und Optik waren aber auch wieder nicht gut genug, um mich bei der Stange zu halten. Wohl eher was für Fans dieser Spielereihe. Heiko Weckbrodt

Jagged Alliance – Back in Action“ (Coreplay/BitComposer), Taktikspiel, P 16

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