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Fahndungs-Apps für abgängige Handys

Abb.: SeekDroid

Berlin, 23.1.2012: Für nahezu alle Computertelefone (Smartphones) gibt es inzwischen Miniprogramme (Apps), um diese im Verlustfall wieder zu finden. Darauf weist der Hightech-Verband „Bitkom“ in Berlin hin.

Seit der Betriebssystem-Version iOS 5 ist solch ein Such- und Sperrdienst für iPhones und iPads serienmäßig vorgesehen: Wer sich beim kostenlosen iCloud-Dienst angemeldet hat, kann das gute Stück über die (mit der eigenen Apple-Kennung verknüpften) Adresse www.icloud.com via GPS orten, sperren, löschen beziehungsweise Textnachrichten an den (hoffentlich) ehrlichen Finder schicken. Die Ortung dauert ein paar Minuten, bis der Standort auf ein Haus genau angepeilt ist.

Für Smartphones mit dem Betriebssystem „Windows Phone 7“ gibt es einen ähnlichen Service unter www.windowsphone.com.

iPhone-Suche bei iCloud. Abb.: Apple

iPhone-Suche bei iCloud. Abb.: Apple

Einen ganzen Schritt weiter geht die Gratis-App „Android Lost“ für Android-Handys: Hier kann der Eigentümer das Smartphone nicht nur orten, sperren und löschen, sondern auch in einen Alarmmodus versetzen, die eingebaute Kamera zwecks Fernüberwachung eines Diebes aktivieren und eine E-Mail absetzen lassen, falls ein unehrlicher Finder die SIM-Karte austauscht. Daneben gibt es auch kostenpflichtige Android-Apps wie „SeekDroid„.

Die Suchfunktionen können von Dieben freilich teilweise ausgehebelt werden, wenn sie zum Beispiel das GPS ausschalten. Umgedreht bietet „Android Lost“ aber auch Hintertüren für Spione, denn die App lässt sich prinzipiell auch auf fremden Handys installieren. „Apps mit Schutzfunktionen dürfen aber nicht missbraucht werden“, betonte daher Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Es sei strafbar, solche Apps auf den Handys von anderen zu installieren und diese heimlich zu überwachen. hw

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