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Weltraumteleskop „Kepler“ entdeckt Mini-Sonnensystem

Drei Felsplaneten umkreisen einen Roten Zwerg: Die Visualisierung zeigt, wie das bisher kleinste entdeckte Sonnensystem wohl aussieht. Abb.: NASA, JPL-Caltech

Drei Felsplaneten umkreisen einen Roten Zwerg: Die Visualisierung zeigt, wie das bisher kleinste entdeckte Sonnensystem wohl aussieht. Abb.: NASA, JPL-Caltech

Washington, 11.1.2012: Das Weltraumteleskop Kepler hat das bisher kleinste Sonnensystem im All entdeckt: Drei steinerne Planeten, kleiner als die Erde, die einen Stern des Typs „Roter Zwerg“ umkreisen, der wiederum kaum größer als der Jupiter ist. Das teilte die NASA heute in Washington mit.

„Das ganze Universum könnte voll solcher Systeme sein“, mutmaßte Phil Muirhead, der Leitautor der Forschergruppe, die das Zwergsystem entdeckt hatte. Immerhin sind Rote Zwerge die häufigste Sternenart in unsere Galaxis. Dabei handelt es sich meist um kosmische „Rentner“: Sterne am Ende ihrer „Lebensspanne“, die aber zu klein für einen spektakulären Abgang à la Supernova sind.

Die jetzt durch „Kepler“ aufgespürten sind die bisher kleinsten Exo-Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems. Sie umkreisen den Stern „KOI-961“, der etwa 130 Lichtjahre von uns entfernt ist – nach kosmischen Maßstäben nur einen Katzensprung von der Erde weg. Seine Planeten sind mutmaßlich umbelebte Felsenwüsten, in rotes Licht getaucht, die bis zu 447 Grad Celsius heiß sind – und damit leider ungeeignet für Leben in unserem Sinne. Nichts also mit E.T… Heiko Weckbrodt

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