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Wer sein Apple-Handy liebt, greift zum „Praxisbuch iPhone“

Abb.: Data Becker

Das iPhone mag ein sehr nützliches Praxisinstrument sein, noch mehr ist es aber wohl ein Fetisch, ein Kultobjekt und Statussymbol. Jenseits der rasch und intuitiv erlernbaren Basis-Funktionen kann man es indes für viele Arbeiten einspannen, die Hersteller Apple nicht unbedingt immer offen dokumentiert – ganz abgesehen davon, dass der Elektronikkonzern aus Cupertino auch alles daran setzt, die iPhone-Besitzer an sein iTunes und seinen App-Store zu fesseln. In die Lücken dazwischen stößt „Das ultimative Praxisbuch zum iPhone“, das im Gegensatz zu manch anderem Machwerk dem Leser echten Mehrwert bietet.

Mit 768 Seiten ist das Buch der Technikjournalisten Dirk Kunde und Timo Stoppacher zwar ein schwerer Wälzer, aber flüssig lesbar und gut bebildert. Und es ist mehr als bloßes Nachschlagewerk: Wer sein iPhone und das ganze Drumherum richtig verstehen will, der sollte die fette Schwarte auch durchlesen – manchen Abschnitt kann man dabei ja auch überspringen.

Hier wird zum Beispiel die Privatfreigabe erklärt, mit der man Mediathek, iPhone und Heimnetzwerk koppelt. Abb.: hw

Hier wird zum Beispiel die Privatfreigabe erklärt, mit der man Mediathek, iPhone und Heimnetzwerk koppelt. Abb.: hw

Natürlich gibt es bei Kunde und Stoppacher wie in anderen iPhone-Büchern auch erst mal das kleine Einmaleins (wie aktiviere ich das Computertelefon, wie schnitze ich eine Micro-SIM-Karte zurecht etc.). Aber erstens geschieht dies auf dem neusten Stand (iOS 5) und zweitens halten sich die Autoren nicht ewig mit Greenhorn-Kram auf. In ihren Tipps und Anleitungen gehen sie oft in die Details, die – so habe ich es jedenfalls beim Lesen empfunden – wirklich interessant und wenig dokumentiert sind.

Erklärungen zum Klingelton-Selbstbau und Jailbreak

Sie erklären zum Beispiel, mit welchen Gratis-Programmen man jenseits von iTunes vollen Zugriff auf die internen iPhone-Ordner erhält, wie man via simpler Selbstbastelei um den Kauf von Klingeltönen herum kommt, und erläutern ganz einsteigertauglich, wie man per „Jailbreak“ Zugriff auf gesperrte Funktionen erhält und dies bei Bedarf auch rückgängig macht. Zwar irren die Autoren, wenn sie behaupten, man könne das iPhone nur mit dem Outlook-Kalender synchronisieren (mit dem Google-Kalender funktioniert das auch) – sonst habe ich aber kaum Fehler finden können.

Nun könnte man einwenden, dass man all diese Informationen auch irgendwo im Internet findet. Aber die Betonung liegt wohl auf „irgendwo“ – zudem man im Gegensatz zu manchem Netzforum mit oft unausgegorenen Anleitungen im Praxisbuch auch eine gewisse Qualitätsgarantie für solide Infos hat. Und diese Informationen gehen in Umfang, Nutzen und Aktualität deutlich über das hinaus, was beispielsweise „Die große iPhone-Bibel“ von den selben Autoren noch kürzlich bot.

Fazit:

Wer sein iPhone liebt, sollte zu diesem Praxisbuch greifen – der Name ist hier wirklich Programm. Heiko Weckbrodt

Dirk Junde und Timo Stoppacher: „Das ultimative Praxisbuch zum iPhone“, Data Becker, Düsseldorf 2011, 30 Euro, ISBN 9783815830888

-> Eine kleine Leseprobe (PDF) kann man sich hier herunterladen.

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