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„SoftMaker Office 2012“ getestet: Solide Alternative zu Word & Co.

Abb.: SoftMaker

Abb.: SoftMaker

Wer die Ausgabe für ein „Microsoft Office“ scheut – oder dem Marktführer aus anderen Gründen nicht hold ist – kann zum billigeren „SoftMaker Office“ greifen, das jetzt in der 2012er Variante erschienen ist. Das alternative Office-Paket ist rund 40 Prozent billiger und bietet dafür solide Leistung. Die Unterschiede zum Marktführer sind nicht allzu groß, hier und da stören aber ein paar Details.

Die Nürnberger Firma hat in die Standard-Version ihres Büro-Programmpaket drei Kernprogramme gepackt: „TextMaker“ als Word-Äquivalent für die Textverarbeitung, „PlanMaker“ als Excel-Alternative für die Tabellenkalkulation und „Presentations“ , mit dem ähnlich wie in Microsofts PowerPoint Präsentationsfolien erstellbar sind. Enthalten ist in der Box auch ein gedrucktes Handbuch – heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr.

In der etwas teureren „Professional“-Version gibt es mit „eM Client“ ein E-Mail-Programm dazu sowie – und das erscheint mit wesentlicher – den „Duden Korrektor“ und die Langenscheidt- beziehungsweise Duden-Wörterbücher (Synonym, Universal und Fremdwörter). Gerade letztere Beigaben sind eine große Hilfe für Vielschreiber: Auch in Word ist die eingebaute Rechtschreibprüfung nicht gerade die ultimative Lösung, Korrektor und ergänzende Nachschlagewerke mindern stets die Fehlerquote.

Manchmal Tücken im Detail
Nervendes Detail: "Ändern" ist die Standard-Schaltfläche bei der Rechtschreibprüfung, darunter leidet das Tempo. Abb.: BSF

Nervendes Detail: "Ändern" ist die Standard-Schaltfläche bei der Rechtschreibprüfung, darunter leidet das Tempo. Abb.: BSF

In unserem Test machte das SoftMaker-Office einen recht vernünftigen Eindruck: Die Funktionalität zum Beispiel des Textverarbeiters ist mit Word vergleichbar, auch Stabilität und Layout-Fähigkeiten sind okay. Ähnlich wie bei anderen Alternativ-Paketen wie zum Beispiel StarOffice sind es eher Kleinigkeiten, die etwas stören. Dass TextMaker mit “.tmd“ (.doc & Co. sind manuell wählbar) ein anderes Standard-Dokumentenformat verwendet, überrascht nicht. Etwas nervend ist die Rechtschreibprüfung: Da ist beispielsweise der „Ändern“- statt des „Ignorieren“-Befehls die Standard-Schaltfläche, was verhindert, dass man rasch per Tastatur durch den Text geht. Wie gesagt: Es sind eher Details, die aber in der täglichen Arbeit etwas aufhalten. Wenigstens sind die Tastaturbefehle die gleichen wie bei Microsoft, da muss der Profi nicht umlernen.

Im Übrigen bietet das SoftMaker-Paket auch Extras für fortgeschrittene und Spezialnutzer, dazu gehören ein Formel-Editor, Basic-Scripts und dergleichen mehr. Neu in der aktuellen Version sind unter anderem die Unterstützung solcher Formate wie “.docx“ und die erwähnten Rechtschreibhilfen. Eine Testversion kann man sich übrigens hier herunterladen.

Fazit:

Für einen vernünftigen Preis bekommt man mit dem „Softmaker Office“ ein solides Programmpaket, das die gängigsten Büroaufgaben abdeckt. Am Finish sollten die Nürnberger noch ein wenig feilen, immerhin werden Verbesserungs-Updates automatisch angeboten. Bei manchem Detail, das nicht so recht gefiel, hat man ohnehin den Eindruck, dass es nur aus Prinzip darum ging, ein klein wenig anders als Microsoft zu sein.

Perspektivisch kann man sich natürlich fragen, welche Zukunft Vollpreis-Offices haben. Gratis-Textverarbeiter wie „Google Docs“ hängen funktional zwar momentan noch ordentlich hinter richtigen Office-Programmen hinterher, aber das ist wohl nur eine Frage der Zeit. Heiko Weckbrodt

„SoftMaker Office 2012“ (SoftMaker), Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen etc., Standard-Variante: ca. 55 Euro, Pro-Version: ca. 76 Euro

1 Kommentare

  1. Impartial sagt

    Mag sein, aber 1. möchte nicht jeder, dass NSA & Co. die eigenen Dokumente mitlesen und 2. hat man auch nicht immer und überall eine Internet-Anbindung. Abgesehen davon, dass es ein ziemlicher Unfug ist, ins Internet zu gehen, bloß um einen Brief zu schreiben…

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