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„Saxray“ geht mit Röntgenspiegeln auf Atom-Jagd

Das Saxray Team: Marco Herrmann, Dr. Tilmann Leisegang und Robert-Schmid (v. l.). Abb. HZDR

Das Saxray Team: Marco Herrmann, Dr. Tilmann Leisegang und Robert-Schmid (v. l.). Abb. HZDR

Dresden, 20.12.2011: Dresdner Forscher haben einen kaum schuhkartongroßen Röntgen-Analysator konstruiert, der einzelne Atome, ja gar Elektronen sichtbar macht. Aus dieser Erfindung ist nun die Firma „Saxray“ auf den Gelände des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) entstanden.

Das Drei-Mann-Team will ihre ersten Röntgenanalysatoren ab Mitte 2012 verkaufen und bereits zum Jahresende in die Gewinnzone kommen, wie Dr. Tlimannn Leisegang von „Saxray“ ankündigte. Das Unternehmen ist übrigens eine gemeinsame Gründung von HZDR, TU Dresden und Bergakademie Freiberg.

Der Röntgenscanner. Abb.: Saxray

Der Röntgenscanner. Abb.: Saxray

Röntgenanalysatoren seien zwar schon am Markt erhältlich, diese rund eine Viertelmillion Euro teuren Geräte seien aber noch sehr unhandlich und nur mit Spezialausbildung bedienbar, erklärte Leisegang. „Saxray“ sei es nun gelungen, aus Spezialspiegeln eine hochautomatisierte Röntgenoptik zu entwickeln, die nicht nur hochpräzise arbeite, sondern sich auch selbstständig justiere sowie deutlich funktionsstärker sei als herkömmliche Lösungen.

Eingesetzt werden soll der jeweils etwa zehn Zentimeter Kantenlänge messende Kompaktanalysator zum Beispiel bei Kunden in der Materialforschung, der Chemie- und Pharmaforschung, aber auch in der Halbleiterindustrie – eben überall dort, wo es auf die Position einzelner Atome zum Beispiel in neuen Medizinmolekülen ankommt. „Die Auflösung ist sogar so hoch, dass wir die Position einzelner Elektronen bestimmen können“, betonte Leisegang. Heiko Weckbrodt

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