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„PhotoPlus X5“ im Test: leistungsstarke Bildbearbeitung


Als Alternative zum rechten teuren Profi-Bildbearbeitungsprogramm „Photoshop“ gibt es von der britischen Firma „Serif“ das leistungsstarke „PhotoPlus“, das nun in der verbesserten „X5“-Version erschienen ist. Hinzugekommen sind einige neue Bildfilter, auch hat Serif die Nutzeroberfläche überarbeitet und ein Bildverwaltungsmodul integriert.

Wie das neue Photoplus im Oiger-Test einmal mehr bewiesen hat, bietet es so gut wie alle Funktionen an, die man für die professionelle Retusche, Montage und Endbearbeitung von Fotos und Grafiken benötigt. Wer Photoshop gewöhnt ist, muss zwar etwas umdenken, da Serif die Werkzeuge und Menüpunkte anders geordnet hat. Funktionell ist man aber vom Marktführer nicht weit entfernt: Bearbeitung in mehreren Bildebenen, Pipette, Pinsel, vorgefertigte Grafikelemente, Polygon- und magnetische Konturenauswahl, Lasso, Verzerrung und dergleichen mehr sind an Bord. Außerdem gibt es ein Studio mit Fertigeffekten wie Beleuchtungs-Rendering, Wandlung von Fotos in diverse künstlerische Stile von Comic bis expressionistisch und natürlich diverse Korrekturwerkzeuge wie „Rote Augen“ oder „Kratzer entfernen“.

Neue Filter und Bildverwalter integriert
Der neue "Klarheits"-Filter von Photoplus X5. Abb. (2): Serif

Der neue "Klarheits"-Filter von Photoplus X5. Abb. (2): Serif

Die neu hinzugekommenen Filter unterstützen unter anderem Bildaufhellungen und Schärfungen, die nur ein Minimum sonstiger Bildinformationen beeinträchtigen. Wer dies denn will, kann nun auch auf einen „PhotoPlus Organizer“ zurückgreifen, der große Bilddatenbanken strukturiert.

Was uns sofort positiv auffiel: Serif hat ein paar unnötige Ärgernisse aus der Vorgängerversion endlich beseitigt. So nervt das Programm nicht mehr bei jedem Start mit Registrier-Aufforderungen. Und auch die Tutorial-Videos sind jetzt – wenn auch auf Englisch – wirklich per Internetlink verfügbar.

Als kleinen Bonus haben die Engländer der Verkaufsbox übrigens ein Mini-Stativ für Kompaktkameras beigelegt. An dessen biegsamen Beinchen muss man zwar jedes Mal etwas herumkneten, dafür ist das Stativ aber so kompakt, dass man es wie einen Kuli in die Jacketttasche stecken kann und somit immer am Mann (oder Frau) hat.

Fazit:

An dem einen oder anderen Punkt finde ich die Lösungen beim Konkurrenten „Photoshop“ eleganter. Aber dafür ist PhotoPlus auch deutlich preiswerter und gehört dennoch zu den leistungsfähigen Bildbearbeitern am Markt, wie sie jeder braucht, der die Grenzen von Shareware und Freeware-Programmen bereits ausgelotet hat. Heiko Weckbrodt

„PhotoPlus X5“ (Serif/Avanquest), Bildbearbeitung, ca. 65 Euro

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