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„Serious Sam 3“: Hau rein, Alter!

Hier gibts gleich Haue: Sam kommt und er hat eine Wumme. Abb. (3): dtp

Hier gibts gleich Haue: Sam kommt und er hat eine Wumme. Abb. (3): dtp

Sam mag nicht die hellste Birne in der Lichterkette sein, in puncto Coolness aber toppt ihn so schnell keiner. Seit der Typ mit dem weißen Bomben-T-Shirt und den schweren Wummen vor zehn Jahren das erste Mal auf den Computermonitoren wütete, weiß man: Wo „Serious Sam“ auftaucht, wird’s auf eine blutige Art lustig. Mit „Serious Sam 3“ hat die kroatische Spieleschmiede „Croteam“ den abgedrehten Alien-Metzler nun in die dritte Dimension gehoben.

Die Mühe, eine „Story“ bei dieser Spielereihe wiederzugeben, kann man sich sparen: Es geht eh immer nur darum, bösartige Aliens aller Coleur niederzumähen und die Hand nie vom Abzug (beziehungsweise von der linken Maustaste) zu nehmen. Und wer einen Vergleich braucht, sollte mal „Duke Nukem“ anschauen – gleiches Strickmuster, sag ich nur. Nach diversen 3D-Remakes jetzt also endlich der dritte Teil in echter Polygontechnik.

Gnaars sind ein Fall für die Schrotflinte.

Gnaars sind ein Fall für die Schrotflinte.

Unser Testurteil fällt freilich etwas gemischt aus. Zunächst: Der dritte Sam macht wieder viel Spaß, wenn man sich nicht an Details wie blutverklebten Händen stört – aber dafür ist das Spiel ja auch P 18. Wir treffen all unsere alten Freunde wieder: Die beknackten Gerippehunde, die einem den letzten Nerv und Lebenspunkt rauben, die explodierenden Schreihälse, die MG-Skorpione… Aber da beginnt schon ein Hauch Enttäuschung: Viele Monster kommen einem eben doch bekannt vor.

It’s Hammertime

Dafür macht der Shooter grafisch ordentlich was her und bietet – trotz strikt linearem Spielverlaufs – teils sehr große Außengelände und Labyrinthe. Und es gibt neue Waffen wie den Hammer: Wen also das atavistische Urbedürfnis überkommen sollte, ein Monster mit brachialer Schlagkraft zu zertrümmern, ist hier bestens bedient.

Ein Hammerschlag genügt, um fast jeden Gegner sofort zu töten - wenn Sam nahe genug rankommt.

Ein Hammerschlag genügt, um fast jeden Gegner sofort zu töten - wenn Sam nahe genug rankommt.

Ein Jammer ist, dass Crotec die kybernetische Beraterin aus Sams Gehirn extrahiert hat, die Dialoge zwischen ihr und ihm machten viel von dem Spaßfaktor der früheren Teile aus – sie taucht auf anderen Wegen später im Spielverlauf wieder auf. Auch diesmal gibt es politisch unkorrekten Humor, aber doch dünner gesät als sonst. Auch habe ich die bunt-phantasievollen Megamonster aus den Vorgängern etwas vermisst, denn die sorgten für einen hohen Gauz-Faktor.

Koop-Modus für bis zu 16 Spieler

Wie schon bei Sam 2 kann man das Spiel wieder kooperativ mit Freunden durchzocken. Dieser Koop-Modus ist diesmal für bis zu 16 Mitspieler ausgelegt. Ebenso sind klassische Netzwerkspiele Jeder gegen Jeden möglich.

Fazit:

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Auch der neue „Serious Sam“ bietet fesselnden Spielspaß für all jene, die keinerlei moralische Bedenken haben, fiese Aliens im Takt  fetziger Rockmusik  zu zerstückeln. Die früheren Sams fand ich jedoch etwas phantasievoller und lustiger. Heiko Weckbrodt

„Serious Sam 3 – BFE“ (Crotec/dtp), Egoshooter, P 18
 

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