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Bericht: SPD-Blatt umgeht mit seiner App Apple-Zwänge

Berlin, 6.12.2011: Die SPD-Zeitung „Vorwärts“ hat einen Weg gefunden, seine elektronische Ausgabe über eine App auf das iPad zu bringen und dabei das „App-Store“ – und damit wohl auch Apples Sonderregeln und 30-Prozent-Abgabe – zu umgehen. Das berichtet der Internet-Nachrichtendienst „Meedia“.

Laut diesem Bericht nutzt die „Vorwärts“-Redaktion dabei einen Entwickler-Modus, mit dem Anbieter ihre Apps ad hoc veröffentlichen können. Die „Vorwärts“-App kann daher auch nur mit Passwortangabe vom Redaktionsserver via iPad heruntergeladen werden.

Hintergrund: Nachdem das iPad zunächst für neue Hoffnungen der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger geweckt hatte, nun doch einen Massenmarkt für elektronische Zeitungen etablieren zu können, hatten diverse Apple-Reglungen bald für Ernüchterung gesorgt. Unter anderem werden Zeitungen, in denen auch erotische Darstellungen zu sehen sind oder über Gewalt berichtet wird (sei es nun die Nakedeis der Boulevardzeitungen oder Akte im Feuilleton), teils nicht zugelassen, teils mit hohen Altersbeschänkungen versehen.

Vor allem aber verlangt das Unternehmen seit einiger Zeit 30 Prozent aller Einnahmen, die über die Apple-Server abgewickelt werden – für die meisten Zeitungen, die mit geringen Gewinnspannen kalkuliert sind, wäre das ein Verlustgeschäft. Amazon zum Beispiel hatte daraufhin den In-App-Verkauf von Büchern in seinem Kindle-Programm auf dem iPad gestoppt und eine eigene Cloud-Lösung entwickelt (Der Oiger berichtete). hw

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