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Handy unter Rentnern immer beliebter

Drei Viertel aller Senioren haben ein Handy. Abb.: Heiko Weckbrodt

Drei Viertel aller Senioren haben ein Handy. Abb.: Heiko Weckbrodt

Berlin, 27.11.2011: Mobiltelefone erfreuen sich inzwischen auch unter Senioren steigender Beliebtheit. Mittlerweile haben knapp drei Viertel (72 Prozent) aller Deutschen jenseits der 65 Jahre ein Handy. Im Vorjahr waren es erst 61 Prozent. Das geht aus einer Forsa-Umfrage unter 1000 Deutschen im Auftrag des Hightech-Verbandes „Bitkom“ (Berlin) hervor.

Insgesamt besitzen demnach 87 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren ein Handy. Das entspricht 61 Millionen Menschen. Dass sich auch Senioren zunehmend Mobiltelefone holen – oder von ihren Kindern geschenkt bekommen – mag auch daran liegen, dass die Rentner einige altersspezifische Vorteile der modernen Technik verinnerlicht haben. Sie werden dadurch flexibler in der Zeitplanung, können aber auch im Notfall – zum Beispiel nach einem Sturz – unterwegs einen Notruf absetzen. Auch werden sie via Handy im Ernstfall ortbar.

Der Bitkom hat ein paar Kauftipps für Senioren-Handys zusammengestellt, die wir Ihnen an dieser Stelle auch nicht vorenthalten wollen:

1. Spezielle Seniorenhandys

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Seniorenhandys, die von spezialisierten Anbietern auf den Markt gebracht wurden. Sie haben in der Regel ein gut ablesbares Display mit großer Schrift sowie größere Tasten. So klappt die Bedienung auch, wenn die Augen schon nachgelassen haben. Häufig haben die Geräte eine spezielle Notruftaste. Bei einigen Geräten kann der Notruf so eingestellt werden, dass zuerst Angehörige angewählt werden und anschließend der Rettungsdienst, falls kein Familienmitglied antwortet. Einzelne Modelle haben sogar ein GPS-Modul, mit dem verletzte oder vermisste Personen geortet werden können. Manche Seniorenhandys bieten zudem spezielle Kurzwahl-Tasten für den schnellen Draht zu Angehörigen oder dem Hausarzt. Oft haben Seniorenhandys ein reduziertes Benutzermenü und bieten nur wenige Zusatzfunktionen wie SMS und Wecker.

2. Senioren-geeignete Standard-Handys

Es muss nicht immer ein spezielles Seniorenhandy sein. Auch manche Großserien-Modelle bekannter Anbieter punkten mit großen Tasten und Displays sowie einfacher Bedienung. Wichtig ist, dass die Schrift gut lesbar angezeigt wird und die Menü-Struktur leicht verständlich ist. Häufig sind solche Handys im unteren Preisbereich zu finden. Geeignete Modelle können auf die wichtigsten Grundfunktionen beschränkt sein – nicht alle älteren Menschen wollen mobiles Internet und umfangreiche Multimedia-Funktionen nutzen. Wer einem älteren Angehörigen ein Handy schenken will, sollte überlegen, ob er das Gerät gemeinsam mit dem künftigen Nutzer auswählt. Dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Handy den individuellen Bedürfnissen entspricht.

3. Smartphones

Senioren, die Internet- und Multimedia-Funktionen nutzen möchten, sollten sich Smartphones (Computertelefone) genauer anschauen. Die Funktionsvielfalt mag auf den ersten Blick verwirrend sein, aber dafür besitzen viele Geräte ein großes, berührungsempfindliches Display. Manche populäre Geräte lassen sich trotz ihrer Fülle an Funktionen einfach bedienen, die Schriftgröße lässt sich in den meisten Fällen anpassen. Ein Smartphone verlangt mehr Eingewöhnung als Standard- und Seniorenhandys, erlaubt dafür die mobile Nutzung von Online-Services und Navigation.

4. Tarifwahl

Viele Senioren gehören zu den Wenigtelefonierern. Für sie eignen sich Vorkasse-Tarife (Prepaid) oder grundgebührfreie Verträge. So wird nur die tatsächliche Nutzung gezahlt. Für Vieltelefonierer unter den Senioren kommen auch Verträge mit Inklusiv-Minuten oder Flatrates in Frage. Wer außerdem Internet-Funktionen nutzt, sollte prüfen, ob dafür ein zusätzlicher Daten-Tarif sinnvoll ist. Für gelegentliches Handy-Surfen kann eine Abrechnung nach Minuten oder genutztem Datenvolumen ausreichen, aber bei regelmäßigen Internet-Zugriffen ist in der Regel eine Flatrate oder ein Datenpaket mit Inklusiv-Volumen sinnvoll. hw

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