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Rekordgeschäfte für Infineon, aber düsterer Ausblick

Neubiberg, 16.11.2011: Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon hat zum 30. September 2011 ein Rekordgeschäftsjahr abgerechnet: Der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf knapp vier Milliarden Euro, der Gewinn auf 1,12 Milliarden Euro fast vervierfacht – hier sind allerdings die einmaligen Erlöse aus dem verkauf von Infineons Mobilfunkchip-Sparte an Intel enthalten.

„Dieser Erfolg resultiert nicht nur aus einem guten wirtschaftlichen Umfeld, sondern belegt die Stärke von Infineon“, schätzte Infineon-Vorstandsvorsitzender Peter Bauer ein. „Unsere Fokussierung auf die Themen Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit ist die richtige Strategie.“

Für das Geschäftsjahr 2012 (Oktober 2011 bis September 2012) erwartet Bauer einen Umsatzrückgang um die fünf Prozent -vor allem mit Blick auf die abflauende Konjunkturlage und Wechselkursrisiken gegenüber dem Dollar.

Zugleich bekannte sich der Infineon-Chef zum Standort Sachsen: Man betrachte den Aufbau einer Leistungshalbleiter-Fabrik in 300-Millimeter-Technologie in Dresden als „strategische Investition in seine Fertigungstechnologie, um den Vorsprung gegenüber Wettbewerbern auszubauen.“ Denn langfristig, so zeigte sich Bauer überzeugt, werden „Wachstumstreiber wie die Einführung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen, erneuerbare Energien und Energieeffizienz auch weiterhin intakt“ bleiben, meint er. Und gerade für diese Technologien wird die nächste Generation von Leistungshalbleitern, wie sie in der neuen Dresdner Fabrik produziert werden sollen, stark nachgefragt werden, glaubt Bauer. Heiko Weckbrodt

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