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Thailand-Flut: Festplatten-Preise in Deutschland um 80 Prozent gestiegen

WD-Festplatte. Abb.: Asim18/ Wikipedia

WD-Festplatte. Abb.: Asim18/ Wikipedia

Berlin, 11.11.2011: Die Flutkatastrophe in Thailand hat die Festplattenpreise in Deutschland massiv nach oben getrieben. Seit Anfang September seien die Preise für die Massenspeicher hier um 80 Prozent nach oben geschossen, teilte der Hightech-Verband „Bitkom“ mit.

„Die Liefersituation bei Festplatten bleibt angespannt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die Hersteller arbeiten intensiv daran, ihre Fabriken wieder in Betrieb zu nehmen und die Produktionskapazitäten an anderen Standorten hochzufahren.“

Laut Verbandsangaben wird in Thailand mehr als jede dritte weltweit hergestellte Computer-Festplatte produziert. „Neben den Herstellern der Festplatten selbst sind in Thailand zahlreiche Zulieferbetriebe ansässig, die Komponenten auch an Produktionsstandorte in anderen Ländern liefern. Das Hochwasser hat viele Fabriken unter Wasser gesetzt und beeinträchtigt massiv die Verkehrswege“, hieß es von Bitkom. Nach Schätzungen von Marktforschern werden die Anbieter im vierten Quartal weltweit etwa ein Viertel weniger Festplatten ausliefern als in den Vorquartalen. Die Bitkom-Experten halten es jedoch für eher unwahrscheinlich, dass sich auch Computer kurzfristig im selben Maße verteuern, da ein Großteil der Hardware für das Weihnachtsgeschäft bereits Monate im Voraus produziert wurde.

Für die Erhebung hatte das Preisportal „Guenstiger.de“ im Bitkom-Auftrag die Preise von 300 Festplattenmodellen vom 2. September bis zum 9. November 2011 ausgewertet. Heiko Weckbrodt

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