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IBM will Hochspannungs-Rechenzentren solar antreiben

Das Solarfeld in Indien speist ein Rechenzentrum mit Hochspannung. Abb.: IBM

Das Solarfeld in Indien speist ein Rechenzentrum mit Hochspannung. Abb.: IBM

Bangalore, 9.11.2011: IBM probiert neue Wege aus, um Rechenzentren auch in Entwicklungszentren ohne stabiles Stromnetz betreiben zu können. Der US-Konzern hat nun im indischen Bangalore eine Solaranlage in Betrieb genommen, die Hochspannungs-Computer direkt mit Gleichstrom versorgt.

Die Anlage liefere circa 50 Kilowattstunden Strom an bis zu 330 Tagen im Jahr bei durchschnittlich fünf Stunden Leistung am Tag – dies entspreche für den Anfang rund einem Fünftel des Gesamtbedarfs des Rechenzentrums. Indem man darauf verzichte, den von den Solarmodulen gelieferten Strom erst auf Wechselstrom zu richten und herunter zu transformieren, könne zudem der Energieverbrauch eines Rechenzentrums um rund zehn Prozent gesenkt werden.

„In vielen Schwellenländern sind Stromnetze unzuverlässig oder gar nicht vorhanden“, so IBM.  Unternehmen seien daher gezwungen, auf teure Dieselgeneratoren zurückgreifen. „Das macht die Bereitstellung von vielen Computern schwierig und teuer. Insbesondere Rechenzentren sind vor diesem Hintergrund kostspielig. Durch den Einsatz der IBM Lösung kann eine Bank, ein Telekommunikationsunternehmen oder eine Behörde den Betrieb eines Rechenzentrums planen, das keinen Anschluß an das klassische Stromnetz benötigt. Die Lösung schafft ihr eigenes Mini-Gleichstromnetz innerhalb des Rechenzentrums.“ Heiko Weckbrodt

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