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Adventure „Harveys neue Augen“: Anarchospaß im Kloster

Was wohl die Oberin jetzt wieder von der Lilly des Grauens will? Abb. (2): Daedalic

Was wohl die Oberin jetzt wieder von der Lilly des Grauens will? Abb. (2): Daedalic

Klosterschülerin Lilly ist eine Piepsmaus – im Laufe des Adventures „Harveys neue Augen“ sagt sie vor lauter Verlegenheit kein einziges Wort, sondern druckst nur vor sich hin – kein Wunder, dass die Kleine von allen anderen Schülern gehänselt und von der tyrannischen Oberin für jede Drecksarbeit eingeteilt wird. Eigentlich ist die irre Edna, die einst aus der Klapse ausbrach, Lillys einzige echte Freundin. Doch die ist plötzlich verschwunden, als der Psychiater Dr. Marcel im Kloster auftaucht – und für Jung-Lilly beginnt das große Rätselraten…

 

 

Die Macher von „Edna bricht aus“ kombinieren in ihrem neuen Adventure Rätselspaß in bester Monkey-Island-Tradition mit skurrilem Humor, und all dies zeigen sie in „Hai Definischen“, wie sie selbst bekunden. Nun ja, manchmal tragen sie es vielleicht etwas dick auf mit Spaßigkeit und nostalgischen Anspielungen. Aber das kann man verschmerzen, da „Harveys neue Augen“ summa summarum eben nicht so bemüht wie andere Werke um Humor ringt, sondern dieser leicht und anarchistisch daher kommt.

Huuu! Harvey!!!

Huuu! Harvey!!!

Wenn wir gerade bei einem Schuss Nostalgie zu viel sind: Das Adventure wird einem zutiefst analogen Kopierschutz ausgeliefert: Einer Kombinations-Drehscheibe wie aus tiefsten C64-Zeiten, bei der man leider sehr, sehr genau hinschauen muss. Aber wer Spiele wie aus den „guten alten Zeiten“ haben will, muss dies wohl in Kauf nehmen.

Fazit: ein großer Spaß mit akzeptabler Rätselschwere. Heiko Weckbrodt

„Harveys neue Augen“ (Daedalic), Adventure, P 12

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